Vier Jahre Zeit haben sich die Italiener von Figure of Six nach ihrem Debüt „Step One“ (2004) Zeit gelassen, um das Nachfolgewerk auf Makrolon pressen zu lassen. Aber jetzt ist es endlich vollbracht und „Aion“ wartet darauf, vom Metal-Volk geliebt (oder auch gehasst) zu werden.
Nun ja, Hass wird es wohl nicht werden, denn es lässt sich ganz ordentlich an, was das Sextett hier eingezimmert hat. Fette Sounds, harte Riffs, stellenweise ein bisserl kitschiger Bombast und mehr als nur eine wirklich eingängige Nummer, insgesamt also eine recht runde Sache, die zumindest mich über weite Strecken an irgendeine In Flames Nummer der jüngeren Vergangenheit erinnert. Prima Mucke halt, um mal ordentlich die Matte kreisen zu lassen und / oder mal ordentlich auf den Putz zu hauen. Die einzige Frage für mich persönlich ist lediglich, wie nachhaltig wissen die Herren wohl mit ihrer Musik zu beeindrucken? Hat das Material das Zeug zur nächsten Szenegröße oder wird man sich an „Aion“ auch schnell wieder satt hören? Diese Frage mag ich heute noch nicht endgültig beantworten, denn auch wenn mich der Sound vor allem über Kopfhörer ins Ohr gepresst doch schon ordentlich kickt, vermag sich noch nicht das Gefühl einstellen, dass die insgesamt neun Songs auch in Zukunft noch regelmäßig in meinem Player rotieren werden. Das wirkliche Aha-Erlebnis fehlt mir halt noch irgendwo.
Fazit: Im Fadenkreuz einer Momentaufnahme kommen Figure of Six mit ihrem Zweitling „Aion“ definitiv wuchtig und hörenswert daher und wer auf Schweden Metal a la In Flames, Soilwork und Co steht, der sollte schon mal ein Ohr riskieren. Alles andere wird die Zukunft zeigen, für heute erst einmal 8½ Punkte nach Italien!
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