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Faun: Totem

(Curzweyhl / Rought Trade)

Autor: Katze / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Wenn ich richtig gezählt habe, dann müsste „Totem“ bereits das vierte Album der Damen und Herren von Faun sein, obwohl ich gestehen muss, dass dieses Album zumindest für mich den Erstkontakt zu dieser Truppe darstellt.

Das ist ein wenig schade, wie ich inzwischen festgestellt habe, denn das was die Combo selbst als ‚Medieval Pagan Folk’ bezeichnet trifft im Großen und Ganzen durchaus meinen Geschmacksnerv. Musikalisch sehr ruhig und bisweilen arg düster ausgerichtet lädt das Münchner Quintett den interessierten Hörer auf eine Hörreise bis ins tiefste Mittelalter ein. Textlich gibt man sich dabei eher mystisch, thematisch also passend zu der Zeit aus der viele der gespielten Instrumente stammen. Dabei verlässt man sich keinesfalls alleine auf die Wirkung der altertümlichen Instrumente sondern peppt das Songwriting mit Konterpunkten in Form mechanisch-industriell anmutenden Klängen an einigen Stellen gezielt auf. Klanglich geben sich die insgesamt zehn Stücke dabei sehr klar, transparent und vor allem gut produziert, was alles in allem für ein sehr entspannendes Hörerlebnis sorgt.

Fazit: Ich könnte mir gut vorstellen, dass Faun von ihrem Repertoire her am ehesten Fans des ruhigen Mittelalter-Pop der Marke Loreena McKennitt ansprechen dürften, aber sicher auch im Lager der Gothic-Freunde deutlich punkten könnten. Vorgenannte und sonstige Über-den-Tellerrand-Gucker sollten „Totem“ im Plattenladen ruhig einmal anspielen. 8,5 Punkte!

www.faune.de

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