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Erik Penny Bend
(R.D.S./CargoRecords)


Autor: schlimm / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Erik Penny siedelte aus Potsdam nach Berlin um. Aufgrund dieser simplen Feststellung kann man in Zukunft immer dann, wenn die Rede von Erik Penny ist, sicher die eine oder andere nette Geschichte und Konstruktion lesen. Gemeint ist nämlich Potsdam, New York. Wir haben hiermit das Spielchen auch mitgemacht, wollen allerdings noch festhalten, dass der Singer/Songwriter über El Paso und Los Angeles nach Berlin kam.

Der Mann hat also einiges erlebt und das dürfte insgesamt spektakulärer sein wie sein Album „Bend“. Damit bewegt er sich nicht weit von seiner Heimat weg, auch wenn die Songs erst hier in Deutschland entstanden sind. Folk, Americana und Singer/Songwriter-Anleihen bestimmen zunächst bei „Under The Gun“, „Santa Ana“ und „Honey Please“ das Klangbild. Erst bei „Fear Of Flying“ horcht man so richtig auf, denn jetzt kommt doch mal etwas mehr Schmackes in die Geschichte und die netten Popelemente lenken die Scheibe glatt in eine sonnige Richtung. Die Geschichte von „Hannover“ ist rührend und man hört Erik Penny gerne zu, wie er mit dezenter musikalischer Untermalung seine Alltagsgeschichten vorträgt. So richtig zwingend ist das allerdings nicht. Auf jeder anderen Scheibe wäre „Cherry“ vermutlich ein Hinhörer, hier fügt er sich einfach in das Klangbild ein. Vielleicht liegt es auch daran, dass „Bend“ eine Sammlung höchster Songwriterkunst ist? Man muss sich das Album sowieso per Kopfhörer anhören, denn sonst rauscht hier ein Song nach dem anderen an einem vorbei und das wäre schade. Mit „Side Of The Road“ zeigt Penny, dass seine Wurzeln eben auch in der Rockmusik zu finden sind. Mehr davon! Leider nicht!

Fazit: „Bend“ ist kein schlechtes Album, wirklich nicht. Man muss der Scheibe einfach Zeit geben und sich hinsetzen und sich richtig damit beschäftigen, auseinandersetzen, zuhören, erarbeiten und dann wird man unter den Songs im vornehmlich Singer/Songwritergewand die eine oder andere Perle finden. Wer sich diese Zeit nicht nimmt, wird nichts von „Bend“ behalten. So sollte Kunst aber doch sein, oder? Schwierig…

http://www.myspace.com/erikpenny

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