Nach ihrem ersten Demo Hamburg befand die Presse vor drei Jahren die Band Endhammer auch als ‘Endhammer’, was ungefähr dem bohlschen ’super hammer geil’ entspricht. Zur Belohnung verkaufte sich das Demo sensationell und als Höhepunkt konnte man einen Auftritt auf dem Wacken Open Air verbuchen. Anschließend lief der Hamburger Kahn aber leck, fünf Mal drehte sich das Personalrad und warf die aufstrebende Band mächtig zurück. Nun sind sie mit ihrem Vier-Master Hafenklang zurück und können zumindest erst einmal bei den Kritiken an alte Erfolge anknüpfen. Sicherlich zurecht, denn Hafenklang bietet knallharten groovenden Trash Metal, der sich deutlich an Acts wie Prong oder Helmet orientiert. Allerdings verwischt die deutsche Sprache diesen Eindruck etwas, so dass das Unterscheidungsmerkmal an einigen Stellen leider auch zur Schwäche der Band wird. Und mit dem Titeltrack verlässt man auch etwas die Spur und fischt in melodiösen Punk Gewässern - zwar immer noch solide, aber nicht mehr ganz so mitreißend. Dennoch dürfte der einzige Stein im Schuh des Quintetts die Band selber sein, wenn es gilt, die Erfolgsleiter wieder höher zu klettern. Soll heißen, wenn man sich intern nicht wieder in die Haare kommt, dürfte für Endhammer einiges drin sein.
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Endhammer: Hafenklang
Autor: DJ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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