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Element Of Crime: O.S.T. Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

(Universal)

Autor: schlimm / Wertung: 8,5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Der neue Film von Leander Haußmann „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ wird musikalisch von Element Of Crime veredelt. Dies wiederum verwundert nicht sonderlich, denn die Verbindung Element Of Crime und Haußmann passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und ist auch nicht die erste ihrer Art. Dem Soundtrack dürfte sowieso eine größere Aufmerksamkeit zuteil werden, wird dieser doch die ersten neuen Songs von Element Of Crime seit „Mittelpunkt der Welt“ beinhalten.

Und was machen Element Of Crime? Genau das, was sie immer machen – großartige Musik vertonen und Sven Regener darf erneut unter Beweis stellen, dass er einer der besten deutschen Texter im Rock- und Popgeschäft ist. Trotzdem ist diesmal etwas anders, denn es handelt sich hier nicht um Geschichten aus dem Alltag. Gut irgendwie schon, aber es kann nicht schaden dies im Gesamtkontext zu sehen und noch besser funktioniert es wahrscheinlich, wenn man die entsprechenden Filmbilder dazu kennt. Ein Basiswissen dürfte jedenfalls nicht schaden.

Was ist in dem Film den von besonderer Wichtigkeit? Sven Regener bringt es wie folgt auf den Punkt: Liebe, Drama, Wahnsinn und der Mond über Altona, außerdem Fleischmühlen, lesbische Schwestern, grünes Blut, Eppendorf, der Dalai Lama, Panzerfäuste, Sonntagsessen, Biker, Popos, Haarschnitte und Landungsbrücken. Alles klar? Nun denn…

Die ersten Töne von „Death Kills“ geben einem das gute Gefühl zu Hause zu sein. Und doch ist die Nummer irgendwie anders. Klar, unverkennbar Element Of Crime, aber Sven Regener singt englisch. Nicht, dass man das nicht schon von ihm kennen würde, trotzdem erstmal ungewohnt. Zudem intoniert er die Worte mit einer kratzigeren Stimme als gewohnt. Und was soll man sagen? Element Of Crime melden sich hiermit eindrucksvoll zurück. "Ein Hotdog unten am Hafen" ist Standard. Und nein, dies ist nicht gleichbedeutend mit Langeweile, bei Element Of Crime ist dies ausdrücklich als Kompliment zu verstehen!

Der Soundtrack hat aber noch so viel mehr zu bieten. „Polizeiwachen Blues“ von Roland Heinrich z.B.. Hat man jemals eine dringlichere Mundharmonika gehört? Und dann wäre da natürlich noch Vladimir Vissotski. Der russische Liedermacher ist die Entdeckung des Scheibe. Und dann natürlich wieder Element Of Crime – in der Instrumentalversion. „Robert auf der Jagd“ oder „Robert und Monika“ sind lässige, entspannte Nummern. Im krassen Gegensatz steht dazu „No more trouble“ von Tiefschwarz. An Stilmixen mangelt es jedenfalls nicht, denn diese House Nummer ist noch nicht die Spitze des Eisbergs. Die gibt es dann eher bei Amos und „I Can´t Stop My Feet“ zu hören. Eurotrash ist zurück. Muss man nicht unbedingt haben, kann man aber ja mittels moderner Technik auch schnell überspringen.

„Robert Zimmermann wundert sich über Liebe“ ist übrigens eine weitere Instrumentalnummer. Daran hätte sicher auch der Namensgeber seine Freude, steht der Song doch irgendwie ganz in der Tradition eben von Robert Zimmermann – oder Bob Dylan, wie er auch genannt wird. „Über Dir der Mond“ und „Robert Zimmermann“ sind weitere, tolle Songs aus der Feder Regener/Young/Pappik/Friedrichs. Leander Haußmann selber ist übrigens auch mit von der Partie und spielt Mundharmonika bei „Habe Mut“ von Ed Csupkay.

Fazit: Funktioniert der Soundtrack jetzt tatsächlich nur im Kontext mit dem Film? Es kann jedenfalls nicht schaden, wenn man den entsprechenden Film dazu gesehen hat. Trotzdem kann man gerade die neuen Element Of Crime Stücke wunderbar hören – auch ohne die Filmbilder. Vier neue Element Of Crime Nummern, dazu drei Instrumentals ergeben fast schon ein vollwertiges Album. Dazu gesellen sich noch sieben weitere, zum Teil recht interessante Tracks und fertig ist ein toller Soundtrack!

http://www.robert-zimmermann-derfilm.de 

http://www.element-of-crime.de

 

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