Vor etwas mehr als einem Jahr legten die melodischen Power Metaller von Dreamland mit “Future’s Calling” ein recht ordentliches Debütalbum vor. Nun versuchen sie mit ihrem Zweitling „Eye For An Eye“ ihren Namen in den Köpfen ihrer Fans weiter zu verfestigen und vor allem sich auch neue Fangruppen zu erschließen.
Ob sie diese beiden Ziele zu ihrer Zufriedenheit erreichen werden, steht natürlich noch in den Sternen, aber tendentiell dürften die Chancen recht gut stehen, denn das Material auf der aktuellen Scheibe darf man durchaus als überwiegend ansprechend bezeichnen. Wie bereits auf ihrem Erstling versuchen sich die schwedischen Herrschaften musikalisch ein wenig im Fahrwasser von etablierten Power Metal Acts wie beispielsweise Hammerfall und Dream Evil zu bewegen, wobei man aus dieser Aussage nun nicht gleich schließen sollten, dass sie sich als bloße Kopie der vorgenannten Referenzen darstellen. Die Truppe präsentiert sich zwar stilistisch sicherlich ähnlich und scheut sich nicht, auch dieses Mal wieder die Hilfe von Hammerfall’s Joacim Cans und dessen Studio in Anspruch zu nehmen, aber dennoch setzt man im Songwriting stilistisch durchaus auf eigene Trademarks. Insgesamt elf Songs sind so seit der letzten Veröffentlichung entstanden, die durch die Bank sehr eingängig sind, gute Laune verbreiten und bisweilen sogar hymnischen Charakter innehaben.
Fazit: Von den ganz Großen des Genres sind die Göteborger Power Metallern von Dreamland in meinen Augen zwar noch ein paar Meter entfernt, aber immerhin kann man mit dem aktuellen Longplayer „Eye For An Eye“ den Abstand weiter verringern. Freunde der vorgenannten Bands und des erwähnten Genres sollten hier definitiv mal ein Ohr rein halten und aufmerksam beobachten, was da in Zukunft noch alles so kommen wird. 8,5 Punkte!