Man nehme fünf Franzosen, verschaffe ihnen eine gemütliche Atmosphäre mittels Baguette, Käse sowie Rotwein und setze sie vor Albert Camus Die Pest. Wenn die Franzosen dann verstimmt und müde sind, drückt man Ihnen Instrumente in die Hand und lässt sie angepisst, aber schläfrig bekannte Riffs rezitieren: Neurosis, Isis, Mastodon und Konsorten spielen beim post-apokalyptischen Reigen des Quintetts eine gewichtige Rolle, mangelnde Eigenständigkeit macht man durch eine imposante Zähigkeit bei den endlosen Durchläufen der drögen (Dis-)Harmonien wett. Auch ohne Mittelchen im Blut suggeriert Väterchen Hirn nach einiger Zeit Dinge in die Musik, die wahrscheinlich gar nicht da sind. Durchhalteparolen könnte man dies auch nennen: 30,20,10… geschafft. Musik für die 30er Zone, die früher einmal neu und spannend war, inzwischen aber selbst von ihrer Ikonen nicht mehr in dieser Form dargeboten wird. Warum wohl?
Kurz beleuchtet > Musik
Dirge: Wings Of Lead Over Dormant Seas
(Equilibre Music)
Autor: DJ / Wertung: 7.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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