Inhalt: Ein alter Zeitungsartikel weckt die Neugier des ersten Detektivs. Wo sind die $ 500.000 aus dem Überfall auf den Postzug geblieben?
Was geschah wirklich vor 12 Jahren am alten Bahnhof von Rocky Beach? Was wusste die verstorbene Ellie Sparrow wirklich und inwieweit war die ehemalige Postangestellte in den Raubüberfall verwickelt? Ein leeres Blatt Papier und eine wirre Buchstabenkombination sind nur zwei der zahlreichen kleinen Puzzleteile, die zusammengefügt werden müssen. Als sich auch noch andere Gestalten für das verschollene Geld zu interessieren scheinen, wird es erst Recht Zeit für Die Dr3i sich mit dem Fall zu beschäftigen.
Zug um Zug suchen sie nach den Antworten auf die vielen Fragen, die sich ihnen stellen…
Kritik: ‚Kommissar Reynolds reloaded’, so könnte man die vierte Folge der neuen Serie Die Dr3i nennen. Denn die Figur aus den Anfängen der Drei ??? wurde noch einmal kurz von einem Segeltörn abgerufen, um den Juniordetektiven ein paar Informationen zu ihrem neusten Fall zu stecken. Mehr wird man vom guten alten Kommissar allerdings nicht zu hören bekommen, wahrscheinlich säuft er bei seinem Segeltörn ab, damit die Die Hard – Fans endlich Ruhe geben.
Über das Auftauchen dieses alten Bekannten war ich weniger überrascht als über den Spaß, den diese Folge vermittelt. Nach der wenig gelungenen zweiten Folge und meinem ständigen Einnicken beim Debüt habe ich die dritte Folge ja bisher gar nicht erst angetastet, die vierte Folge als Weihnachtsgeschenk aber dann doch eingelegt. Und Neu-Autor Tim Wenderoth liefert einen klassischen Fragezeichen-Fall ab, der neben beliebten Elementen wie kryptische Rätsel, unheimliche Orte und Bekloppte, die einem vor die Karre laufen, auch ein wenig Ohr für die Fans beweist: Es wird nicht im Internet recherchiert, sondern zu Büchern gegriffen, statt mit dem Auto geht es wieder mit dem Fahrrad auf die Straße und der Fall entwickelt sich einmal mehr aus der Nebentätigkeit, die Jupiter Jones bei seinem Onkel Titus ausübt. Der Hörer von Damals wird nicht mit Handys, Mädchen und anderem neumodischen Kram gequält, hier glänzt die reine Kombinatorik der drei Jungs.
Hätte man die Folge noch ein wenig gekürzt statt sie auf beinahe 80 Minuten zu ziehen, hätte es dank der tollen Besetzung, des schönen Sets und des spannenden Falls sicherlich weniger böse Worte in den Internetforen gehagelt.