Wo gepokert wird, da tragen die Männer Hüte auf dem Kopf und Colts am Gürtel und am Ende des Spiels ist immer einer tot? Naja, kaum. Inzwischen setzt der 16-Jährige Berufsschüler ebenso seinen „Big Blind" wie der pensionierte Finanzbeamte den „Pot raised". Pokern ist in. Schon länger Insbesondere die Variante „Texas Hold ’em", die ein Limit beim Bieten nicht vorsieht.
Jetzt veröffentlicht SonyBMG die „Die DSF Poker-Schule", die zuvor scheibchenweise im TV gesendet wurde, auf Doppel-DVD. In zehn Folgen werden die Regeln, Besonderheiten, Tricks und Kniffe erklärt. Durch die Folgen der Poker-Schule führen DSF-Kommentator und Fachmann Michael Körner sowie – mit bissigen Kommentaren - der deutsche Profi Eduard „Ed" Scharf, dem einzigen deutschen Sieger der World Series of Poker.
Die beiden überwachen die vier „Schülern" per Videoschalte und sprechen alle Themen an, die ein Pokerspieler beherrschen muss. Es macht einen Heidenspaß dem Quartett in die Karten zu linsen, und man ist als Zuschauer fast enttäuscht, wenn Kommentator und Lehrer aus den Katakomben auftauchen und das Spiel zu erklären beginnen.
Dabei lernt der Zuschauer schnell einige Grundregeln und mögliche Spielvarianten. Er erfährt Aspekte über die Psychologie beim Poker und erfolgreiche Bluffs (die gar nicht so oft gesetzt werden, wie manch ein Laie glaubt), lernt Wahrscheinlichkeiten zu kalkulieren oder das „Lesen" des gegnerischen Spiels.
Dass sich die meisten Spieler bei einem richtigen Pokerabend, bei dem echtes Geld auf dem Tisch liegt, wohl zögerlicher verhalten, steht auf einem anderen Blatt. Einsteigern in das Spiel hilft die „Die DSF Poker-Schule" sicherlich ein Stückchen weiter.