Inhalt: Als Jupiter, Peter und Bob den Auftrag erhalten, einem alternden Filmstar bei der Klärung eines mysteriösen Vorfalls zu helfen, ahnen sie noch nicht, welch absurde Ereignisse sie erwarten. In einem abgelegenen Luxushotel stoßen sie auf die Spur eines geheimnisvollen Unbekannten, der sie mit einer Reihe tückischer Rätsel an den Rand der Verzweiflung treibt. Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Als sich die Drei im unheimlichen Kellergewölbe des Hotels schließlich am Ziel wähnen, erweist sich das Royal Mountain Residence endgültig als "Haus der 1.000 Rätsel"…
Kritik: Der Titel der fünften Folge spricht natürlich den Rätsel-Fan der klassischen Drei ???-Episoden an. Die Mischung aus Literatur, Geschichte und Geographie, die bei den frühen Folgen immer wieder zum Tragen kam, war nicht nur intelligent, sondern auch spannend und eigenwillig. Und sorgte auch beim x-ten Hören noch für ein ‚Ah’ und ‚Oh’. Das Haus der 1.000 Rätsel biedert sich hier etwas an, kann aber aufgrund der recht simplen Aufgabenstellung und der banalen Filmmotive nicht mit den Klassikern mithalten. Für kurzweilige und einmalige Unterhaltung reicht es aber.
Ihren Reiz bezieht die Folge eher wieder aus dem albernen Humor, der Die Dr3i seit Beginn und die Drei ??? in den letzten Jahren begleitet hat. Bobs Frisurentrauma war sicherlich ein witziger Einfall.
Neben dem etwas schwachen Rätseln liegt das größte Manko der Folge aber erneut an mangelnder Dramaturgie, an nicht vorhandener Atmosphäre und an einer schnarchigen Auflösung. Der Hintergrund der Geschichte ist zu dünn, um darauf eine knapp 75minütige Geschichte aufzubauen. Weil die gesamte Erzählung aber so unspektakulär ist, bietet sie angenehme Entspannung. Das ist ja auch was…
PS: Zum Schluss gibt es noch einmal einen mächtigen Fauxpas. Frank Mortimer erzählt von einer Fernsehshow Mitte der 50er Jahre, worauf Bob erwähnt, dass er die Show damals auch gesehen hat. Wie alt ist Bob bzw. wann spielen die Geschichten aus der Serie Die Dr3i? Wenn man Jack Doolan glaubt, dann in den 90ern. Denn er sagt, dass Frank Mortimer ihm 40er Jahre später einen solchen Streich spielt. Dann hätten wir also Mitte der 90er (Mitte der 50er + 40 Jahre). Aber war Mitte der 90er das Internet schon so selbstverständlich, dass man es überall nutzen konnte? So wie in dieser Folge?
Huch, der Fehler wäre mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen :-0
Wie ich finde eine nette Folge, die man gut hören kann, wenngleich auch das Ende recht harmlos ist.
Comment by Yellow Ma — March 22, 2007 @ 9:13 pm