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Deep Trip: Deep Trip Tipp!
(Deaf Sheperd / Indigo)


Autor: Katze / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Deep Trip: Deep TripSchon seit Tagen sitze ich vor meiner Stereoanlage und lasse das selbstbetitelte Debütalbum der Schweizer Formation Deep Trip immer und immer wieder in meinem Player durchrotieren und trotzdem weiß ich immer noch nicht genau, was ich zu dieser Nummer schreiben soll.

Anfänglich fand ich das dargebotene Material ehrlich gesagt ziemlich belanglos und unspektakulär, und auch die Instrumentierung der Band mit Schwerpunkt auf Gitarre, Violine, Cello und Kontrabass sticht in meinen Augen im Zeitalter unzähliger Folkrock-Kapellen für mich nicht wirklich aus der Szene heraus, allemal nicht, wenn man bedenkt, dass Apocalyptica dieses Instrumentarium im Rockbusiness schon vor Jahren erfolgreich etabliert haben. Gut, warum also nicht ein wenig belangloses Blabla oder gar einen üblen Verriss über die Platte schreiben und einen dicken Haken unter das Kapitel setzen? Weil es so einfach nun mal eben nicht ist! Oder könnte ich mir die Platte zum mittlerweile gut 30sten Male in Folge geben, ohne Ohrenbluten zu bekommen? Wohl kaum!

"Deep Trip" ist ist halt eine dieser Platten, deren Feinheiten sich eben nicht im ersten Durchgang erschließen, auch wenn das Ganze im ersten Moment einfach strukturiert erscheint, und die erst durch häufiges Hören in den Ohren wächst und gedeiht, bis sie sich zu voller Pracht entwickelt hat. Und wenn man auch anfangs denkt, hier bekommt man nichts Neues geboten, so merkt man dann irgendwann, dass es zwar die Ansätze, klassische Instrumente in Rockmusik einzubinden, schon mehr als einmal gab, aber mir fällt auf Anhieb kein Beispiel ein, wo sich das stilistische Ergebnis irgendwo in der Alternative Rock Schnittmenge aus Bands wie beispielsweise Soundgarden, Pearl Jam, Nirvana oder auch den Kings of Leon einpendelt. Und wenn man sich dann noch etwas intensiver mit den Texten der Truppe beschäftigt, die durch die Bank kurzweilig und unterhaltsam sind, dann steigert dies das Erlebnis noch einmal erheblich.

Fazit: Auch oder vielleicht auch grade als Rezensent eines Musikmagazins, der sicherlich pro Jahr mehrere hundert Neuerscheinungen zu Gehör bekommt, muss man ab und an mal wieder deutlich daran erinnert werden, dass ein erster Eindruck manchmal täuscht. Deep Trip haben dies zumindest bei mir mit ihrem gleichnamigen Debüt wieder einmal lebhaft in Erinnerung gerufen, so dass ich diese Platte durchaus dankbar mit satten 10 Punkten bedenke und für Freunde oben genannter Genres und Bands auch eine Kaufempfehlung aussprechen möchte!

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