Dead Soul Tribe haben sich in den letzten Jahren durch konstante Arbeit und regelmäßige Releases so fest in der Musikszene installiert, dass man im Zusammenhang mit Devon Graves nicht mehr zwingend zuallererst über dessen ehemalige Combo Psychotic Waltz reden muss. Und auch das aktuelle Album „A Lullaby for the Devil“ dürfte weiter dazu beitragen, dass sich diese Assoziationen weiter abschwächen, auch wenn sie sicherlich nie ganz verblassen werden.
Obwohl es noch die Frage ist, ob diese Abschwächung wirklich gravierend ausfallen wird, denn um der Wahrheit die Ehre zu gereichen, muss man konstatieren, dass sich Graves dieses Mal wieder sehr stark an den Trademarks eben jener Psychotic Waltz entlang arbeitet. Vor allem die schöne und sehr gelungene Mixtur aus straighten Riffs und komplexen Parts, gepaart mit eingängigen Gesangslinien erinnert sehr stark an Alben wie „A Social Grace“ und Co. Auch Graves’ Affinität zu und Vorliebe für Jethro Tull lässt sich an mehreren Stellen problemlos heraushören, was aber natürlich nicht schlimm ist, denn diese Rezeptur hat sich schon mehr als einmal bewährt und könnte dies auch hier wieder tun. Anspieltipps aus „A Lullaby fort he Devil“ explizit hervor zu heben, kann man als überflüssig bezeichnen, denn Dead Soul Tribe haben hier ein wirklich kompaktes und sehr homogenes Stück Musik geschaffen, bei dem jeder Titel für sich genommen definitiv hörenswert ist.
Fazit: Mit „A Lullaby fort he Devil“ dürfte es Devon Graves, ohne sich dabei sonderlich offensichtlich anzubiedern, durchaus schaffen, einige in der Vergangenheit vergrämte Psychotic Waltz Fans wieder zu versöhnen und für seine aktuelle Combo Dead Soul Tribe zu begeistern. 10 Punkte!
Homepage Dead Soul Tribe
dass man im Zusammenhang mit Devon Graves nicht mehr zwingend zuallererst über dessen ehemalige Combo Psychotic Waltz reden muss
Doch!
Comment by DJ — September 7, 2007 @ 8:34 pm