Nicht gerade leicht verdauliche dafür aber sehr schmackhafte Kost bietet das Duo Oscar Fuentes und Sepand Samzadeh mit Hilfe etlicher Gastmusiker auf ihrem selbstbetitelten Debüt unter der Bandflagge Days Between Stations. Während man beim Betrachten des Covers, das der Seite eines sehr skurrilen Kinderbuches entsprungen sein könnte, noch nicht mal ansatzweise erahnen mag, wohin die musikalische Reise gehen wird, so ist die Marschrichtung bereits nach wenigen Tönen des Openers „Requiem fort he Living“ klar.
Hier steht Art Rock auf dem Programm, der sich an stilistisch an frühen Werken der legendären Pink Floyd entlang zu hangeln scheint. Hier werden durch die Bank atmosphärisch dichte Klangteppiche aufgefahren, auf denen sich wunderbare Melodien zur vollen Blüte entfalten können. Die stärkste Affinität zu vorgenannter Vergleichs-Band kann man sicherlich beim zweiten Song der CD „Either / Or“ entdecken, der anfänglich stark an „Obscured by Clouds“ erinnert bis Gastsängerin Marjory Fuentes eine Vocaleinlage einstreut, die zum einen stark an „The Great Gig in the Sky“ erinnert, zum anderen aber auch qualitativ mit dieser großartigen Vorlage locker mithalten kann. Nun soll allerdings nicht der Eindruck entstehen, dass hier wild Passagen anderer Künstler kopiert werden, denn dafür präsentieren sich die Jungs ansonsten mit reichlich eigenen Ideen, die sich wirklich angenehm hören lassen.
Fazit: Zwar wurde das „Days Between Stations“ Debüt bereits im Oktober 2007 in den Staaten via Bright Orange Records veröffentlicht, allerdings schwappt es erst jetzt langsam und zögerlich über den großen Teich. Wenn Days Between Stations in Zukunft da anknüpfen werden, wo sie mit dieser Platte angefangen haben, dann dürften sie schnell vom Insider-Tipp zur festen Art Rock Größe avancieren. Man darf gespannt sein 9½ Punkte!
Homepage www.daysbetweenstations.com