Da mir David Migden bislang so gar kein Begriff war, versuchte ich mich im Internet über diesen Künstler kundig zu machen, was sich ein wenig schwierig gestaltete, da es dort vor Informationen zu ihm nicht gerade wimmelt. Das einzige, was ich inzwischen relativ sicher ermitteln konnte ist die Tatsache, dass das hier zu Besprechung vorliegende Album wohl bereits im November 2005 erschienen sein muss.
In Deutschland schien es allerdings bislang nur auf kostenintensiven Importumwegen erhältlich gewesen zu sein, ein Missstand, dem seit Mitte Februar Abhilfe geschaffen wurde. Und dies war wirklich ein Missstand, denn zumindest ich bin von „Little Stranger“ auf Anhieb hin und weg und freue mich, stolzer Besitzer der Platte zu sein. Der Singer / Songwriter hat nämlich mit diesem Album ein echtes Kleinod geschaffen, das in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen sollte. Ausgestattet mit einem enormen Gefühl für gute Melodien und Arrangements setzt er vor allem mit seiner charaktervollen und warmen Stimme einen Glanzpunkt nach dem anderen. Für seine Musik wählt der Künstler mit sicherer Hand die schönsten Elemente seiner Einflüsse von Blues über Folk und Country bis hin zu Jazz aus und verbindet diese zu einem klanglich wunderschönen Gesamtwerk.
Fazit: „Little Stranger“ ist ein Album für die ruhigen und entspannten Momente des Lebens, in denen man sich halt einfach mal zurücklegen und bei angenehmer musikalischen Untermalung auf eine intensive Traumreise gehen will. David Migden ist definitiv ein Musiker, dessen weiteres Schaffen ich in Zukunft aufmerksam verfolgen werde. 11 Punkte!
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