Manch einer wird wahrscheinlich ob der Flut der jungen Singer/Songwriter so langsam die Augen verdrehen und/oder sogar genervt abwinken. Sollte man im Falle von David Celia allerdings nicht machen, denn man könnte etwas verpassen. Musikalisch bewegt sich das zweite Album in Country- und Folkgefilden, mit jeder Menge Anleihen beim Pop.
„This Isn´t Here“ wird wahrscheinlich in unseren Breitengraden nicht für sonderlich viel Aufsehen sorgen. Schade! Wo Platz für den fürchterlichen James Blunt und Jack „Ich-tue-keinem-weh“ Johnson ist, da sollte sich doch auch eine Nische für David Celia finden lassen. Auch das zweite Album wartet wieder mit allerlei Gästen und Instrumenten auf. Zum Teil recht klassischen für ein astreines Americana Album. Geige, Maultrommel, Banjo, Piano, Fiedel, Flöten, Mandolinen und allerlei sonstiges Gedöns veredeln den Sound. Die Grundstimmung des gesamten Werkes ist fröhlich und da gibt es auch schon mal einen 1a Squaredance auf die Ohren. Trotz aller Heiterkeit gibt es hier und da auch nachdenkliche, ruhige und traurige Momente. Für jeden, der traditionelle Musik liebt ist also etwas dabei und dies ohne in allzu große Belanglosigkeit abzudriften.
Fazit: Natürlich wird das Rad hier nicht neu erfunden. Das war aber sicher auch nicht die Absicht von David Celia. Auch Tiefgang wird man hier an der ein oder anderen Stelle vergeblich suchen. Muss Musik aber auch nicht immer haben. Es reicht durchaus auch aus, wenn, wie im Falle von „This Isn´t Here“, einfach mal gute Laune verbreitet wird, die in handwerklich astreiner Manier gemacht ist. Der Mann hätte auch bei uns eine größere Aufmerksamkeit verdient, vielleicht würden dann die ganzen Jammerlappen mal aus der Radiolandschaft verschwinden. Bis dahin verbleibe ich gerne mit 7 Fröhlichkeitspunkten.
