Rezensionen

Das Bourne Ultimatum

(Universal)

Autor: schlimm / Wertung: 9 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Jason Bourne ist zurück und für ihn und den Zuschauer dürften nun in „Das Bourne Ultimatum“ die letzten offenen Fragen geklärt werden. Mittlerweile wissen ja alle Beteiligten, dass Bourne eigentlich David Webb heißt und genau daran knüpft nun der dritte Teil an. Es dürfte sich von selbst erklären, dass man sich mit dem dritten Teil schwer tut, wenn man die ersten beiden nicht gesehen hat! Die Idee, auf der dieser Actionthriller basiert ist allerdings auch schnell erzählt: Er hat keine Identität, keine Freunde, keine Vergangenheit: Matt Damon ist CIA-Agent Jason Bourne, der sein Gedächtnis verloren hat. Jetzt begibt er sich auf die ultimative Jagd, nach den gewissenlosen Geheimdienstlern, die ihn als tödliche Waffe missbraucht haben.

Bis die ganze Geschichte aber ein vermeintliches Ende findet gibt es einen Actionthriller der Güteklasse A zu bewundern. Weder die beteiligten Protagonisten, noch die Zuschauer haben Zeit zum Durchatmen. Wie so oft bei diesem Genre sollte man gewisse Dinge nicht hinterfragen, auch hier gibt es sicherlich den ein oder anderen Logikfehler. Macht aber rein gar nix, das tut dem Vergnügen keinen Abbruch. Eine atemlose Hatz führt Bourne von London, über Madrid und Tanger nach New York. Logisch, dass es da die ein oder andere Verfolgungsjagd zu bewundern gibt und Informanten und Gegner auf der Strecke bleiben. Bourne setzt währenddessen immer mehr Puzzleteile zusammen und begibt sich in die Höhle des Löwen um letztendlich dem Mann gegenüberzutreten, der ihn zu einer Mordmaschine formte. Ob und wie dies gelingt? Nun, die Antwort liefert „Das Bourne Ultimatum.

Paul Greengrass hat wieder einen zünftigen Agenten- und Actionthriller gestrickt. Rasant, spannend, intensiv und hart präsentiert sich auch der dritte Teil. Matt Damon zeigt hier mal wieder eine völlig andere Seite seiner Schauspielkunst, sein Redeanteil dürfte ähnlich gering sein, wie seinerzeit der von Schwarzenegger in Terminator. Hier sind aber auch andere Qualitäten gefragt und die hat er ebenfalls drauf.

Qualitätsmäßig ist der Film auf dem neusten Stand der Technik. Die schnellen und zum Teil hektischen Kamerafahrten und Schnitte sind hier und dort etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings sicherlich auch zeitgemäß. Die Bildqualität lässt trotzdem keine Wünsche offen und die Farbgebung ist recht natürlich und klar geraten. Auch der Kontrast weiß zu überzeugen. Bilderrauschen gibt es praktisch nicht, wenn überhaupt wurden Rauschfilter anscheinend nur sehr dezent eingesetzt – löblich! Soundtechnisch ist der 5.1 Mix für einen Actionfilm völlig ausreichend und bietet natürlich das übliche Brimborium. Insgesamt alles im grünen Bereich also.

Die Extras können sich wirklich sehen lassen und wer an Hintergrundinformationen interessiert ist, der bekommt hier einiges geboten! Neben dem üblichen Audiokommentar mit dem Regisseur, kann man sich knapp 12 Minuten an entfallenen Szenen ansehen oder ein 25minütiges Special, welches sehr viele Einblicke in die Dreharbeiten gewährt. Auch die Verfolgungsjagd über die Dächer und durch New York werden thematisiert.

Fazit: Freunde des Genres werden an dieser DVD ihre helle Freude haben. Ein wirklich (vorerst) würdiger Abschluss der Geschichte. Die filmische Umsetzung und die Ausstattung der DVD, sowie das Bonusmaterial können sich ebenfalls sehen lassen! Daumen hoch für „Das Bourne Ultimatum“.

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