Nach ihrem Debüt „In the Shadows of Your Words“ greift Cristin Claas nun mit „Paperskin ein weiteres Mal den Musikmarkt an, und das tut sie nicht mit brachialer Gewalt, sondern mit einer von zarten Melodien getragenen ebenso sanften wie ausdrucksvollen Stimme.
Man mag – zugegeben von zahllosen Vorurteilen getrieben – fast gar nicht glauben, dass hier eine deutsche Künstlerin am Werke ist, denn statt erwarteter deutscher Biederkeit präsentiert sich die Künstlerin in einem Gewand, dass internationalen Blicken standhalten dürfte. Poetische Texte in englischer, französischer und deutscher werden auf einen schönen Melodienmix mit Elementen aus den Bereichen Singer / Songwriter, Pop, Jazz und Folk gelegt, durch handwerklich sehr fähige Musiker dargeboten und durch einen brillanten Sound zusammengeschweißt. Diese Mischung lädt definitiv dazu ein, sich einfach mal zurück zu lehnen und Alltagsstress auch Alltagsstress sein zu lassen, sprich hier wird Kurzurlaub für die geschundene Seele geboten.
Mit „Paperskin“, „Rain Pours Down“ und „Lass mich sinken“ beweist die Sängerin dann noch, dass ihre Musik nicht nur im kleinen und intimen Rahmen einer Trio-Besetzung gut funktioniert, sondern sich auch hervorragend im großen Rahmen eines Philharmonieorchesters – hier das 60-köpfige Orchester der Anhaltischen Philharmonie Dessau – von ihrer Schokoladenseite zeigen können.
Fazit: „Paperskin“ ist ein wirklich schönes Album abseits des Mainstream geworden, an dem man nicht unaufmerksam beim nächsten Plattenkauf vorbeigehen sollte, wenn man für vorgenannte Genres ein Faible hat. Bleibt zu hoffen, dass Cristin Claas hiermit ihren Bekanntheitsgrad weiter ausbauen kann. 9 Punkte!
Homepage Cristin Claas