Warum sich mit Robert Lowe, Steve Moseley und James Martin 3/5 der aktuellen Solitude Aeturnus Besetzung ergänzt um das ehemalige Mitglied John Covington zu einem Side-Project zusammen finden, um eine Doom – Platte einzuspielen, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben. Da hätte man den Fans der vorgenannten Combo mit einer neuen Platte unter eben jenem Banner eine wesentlich größere Freude gemacht, zumal sich Concept of God nun nicht gerade frappierend vom Stile der Hauptband abhebt.
Ein bisserl schleppendes Gitarrengeriffe, monotone Rhythmen und zähflüssig gezogener Gesang, das sind die Hauptzutaten auf „Visions“ und damit hat man leider im Wesentlichen auch schon alles gesagt, was es zu dieser Platte zu sagen gibt. Mühevoll kämpfe ich mich zwecks Rezension durch diese Scheibe, muss mir dabei regelmäßig anhören wessen Property dieser Promo-Silberling eigentlich ist (mein Eigentum ist er jedenfalls wohl nicht, wie ich nach realen 50 Minuten und gefühlten 4 Stunden inzwischen verstanden habe) und warte vergeblich auf echte Knaller auf diesem Werk. Noch nicht einmal die in der Rockhistorie hiermit vermerkte 1.736ste Coverversion von Rainbow’s „Man on the Silver Mountain“ lässt mich auch nur ansatzweise müde mit der Augenbraue zucken. Die Platte ist – um es einmal hart auf den Punkt zu bringen – zum Sterben langweilig!
Fazit: Handwerklich haben’s die beteiligten Musiker sicher drauf, das haben sie schließlich in der Vergangenheit schon des Öfteren unter Beweis gestellt. Aber was Lowe und Co hier mit Concept of God abliefern ist für mich ehrlich gesagt der totale Schuss in den Ofen. Wer alles haben muss auf dem sich irgendein Darmwind eines Solitude Aeturnus Beteiligten befindet und wer Doom in jeder Spielart mag und eine Chance gibt, der soll sich nicht abhalten lassen, „Visions“ einmal einem Probelauf zu unterziehen. In meinem Plattenregal stehen aber deutlich bessere Doom Platten, was vorliegendes Werk für mich ziemlich entbehrlich macht. 3½ Punkte!
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