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Common: Universal Mind Control

(Universal)

Autor: schlimm / Wertung: 9 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Der 36-jährige Lonnie Rashid Lynn Jr. hat so ziemlich schon mit jedem aus dem HipHop und RnB-Genre gearbeitet. Daneben verfolgt er mittlerweile noch eine ernstzunehmende Schauspielkarriere, verfasst Kinderbücher, ruft eine Wohltätigkeitsorganisation ins Leben und macht sich auch noch als Produzent einen Namen. Willkommen in der Welt von Common. Nicht zu vergessen, dass er selbstverständlich auch immer unter eigenen Namen für musikalischen Hochgenuss sorgt.

Will denn eigentlich keiner mehr richtigen HipHop machen? Müssen jetzt eigentlich alle einen auf den großen Dancefloorversteher machen? Jein! Denn endlich, endlich gibt es wieder ein fast astreines HipHop-Album. Common schielt nicht auf den aktuellen Trend, sondern haut uns mit "Universal Mind Control" seine berühmten Skills um die Ohren.

Die Scheibe ist zudem nicht überladen und mit zehn Tracks und einer Spielzeit unter 40 Minuten angenehm kurz. So kommt keine Langeweile auf und der Spannungsbogen bleibt erhalten. Schon der Albumopener „UMC“ gibt die Richtung vor. Treibende Beats, dazu ein Common in Höchstform – na also, geht doch. „Punch Drunk Love“ kommt eine ganze Spur fluffiger daher, was nicht zuletzt an Kanye West liegt. Da behaupte noch einer, HipHop wäre nicht abwechslungsreich! Das poppige „Make My Day“ lässt den Zuhörer noch mal durchatmen, bevor einem mit „Sex 4 Suga“ ein schönes Brett vor den Kopf geknallt wird. Simple, aber effektive und druckvolle Beats und ein Common, der sich den sprichwörtlichen Arsch abrappt, lassen die Nummer zu einem Monster von Song anwachsen. Wischiwaschi gibt es auch danach nicht. „Announcement“ hält das Gaspedal durchgetreten. Common rappt hier „This is HipHop, Baby“ wie recht er doch hat.

Die zweite Hälfte beginnt mit „Gladiator“ ebenso schweißtreibend. Man möchte Common vor Glück fast in den Arm schließen. Da kommt das chillige „Changes“ genau richtig, bevor es mit „Inhale“ fast schon in G-Funkgefilde geht. „What A World“ macht aber noch mal ordentlich auf dicke Hose, bevor es mit „Everywhere“ zum Schluss fast einen Querschnitt der gesamten Scheibe gibt – mit lieblichem Gesang von Martin Topley Bird!

Fazit: „Universal Mind Control“ ist endlich wieder mal eine Album, welches man, ohne rot zu werden, ein HipHop-Album nennen darf. In dieser Hinsicht hat Common seinen Kollegen nicht nur eine Nasenlänge voraus, sondern direkt eine ganze Waagenladung. Zudem ist die Scheibe unglaublich abwechslungsreich. Daumen hoch!

http://www.common-music.com

 

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