Wenn eine Band auf Ihrem Cover vornehmlich sozial- und gesellschaftskritische Themen verarbeitet, findet man sich meist im Punk-Genre wieder oder aber denkt im Kontext gleich an Combos wie System Of A Down bzw. Rage Against The Machine. Falsch gedacht. Egal ob Abu Ghraib-Häftlinge, moslemische Selbstmordattentäter, Umweltverschmutzung oder Atompilze, Common Grave bieten die passende, alles zertrümmernde musikalische Untermalung zur Verpackung. Angesiedelt zwischen Jungle Rot, alten Konkhra und der ersten Malevolent Creation-Scheibe, rödelt der Fünfer mit Midtempogroove oder Blastbeat durch die Pampa und versucht erst gar nicht, irgendwelche Trends zu setzen. “Necrocide” rappelt dabei mit seinem obercoolen Rhythmus- und Tempiwechsel am geilsten im Karton, auch wenn man das Riff schon mal woanders gehört hat. Ob die Texte, wie das Cover verspricht, vom allgemeinen Weltgeschehen berichten, vermag ich nicht zu sagen, da im Booklet jeweils nur der Chorus eines jeden Songs abgedruckt wurde und sich Growler Ferenc wirklich alle Mühe gibt, einen souveränen unverständlichen Death Metal-Shouter abzugeben. Für ein gestandenes Debut der Deutschen aus Mitteraschau, ohne Frickeleien dafür mit sägenden Riffs versehen, gibts 8 Sägeblätter. Aber da geht bei der nächsten Kreissäge bestimmt noch mehr!
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