Das Thrash/Metal Trio Coffins aus Japan beehrt uns dieser Tage mit der dritten Langrille. Was gibt es Neues zu vermelden? Im Grunde nichts, alles wie gehabt. Freunde des Genres werden aber trotzdem voll und ganz auf ihre Kosten kommen.
Gesalzen und angereichert wird die ganze Kiste zusätzlich noch mit einer Prise Stoner-Rock und das ein oder andere Doom-Element ist selbstverständlich auch vorhanden. Eröffnet wird die Scheibe mit „Under The Stench“ in Thrash-Gefilden. Die Drums kommen recht druckvoll und melodiös um die Ecke und die doomartigen Riffs versprechen für das restliche Album doch eine ganze Menge. „Buried Death“ drückt anschließend sogar noch ein Stückchen mehr auf die Tube, bevor Coffins einen kleinen Bruch vollziehen und das Tempo drosseln. So bleibt die Geschichte spannend und hat auch für Freunde des gepflegten Nackensports eine Menge Abwechslung zu bieten.
Auch „Cadaver Blood“ versucht mit seinem langsamen Riffeinstieg die ganze Chose spannend zu halten. Spätestens, wenn der Gesang einsetzt, machen sich aber schon erste Ermüdungserscheinungen breit. Da nützt es auch nicht, dass das Tempo merklich angezogen wird. Was bei anderen Vokalakrobaten authentisch klingt, wird hier ein bisschen ad absurdum geführt und hat doch eine gewisse Komik zu bieten. Uchino übertreibt es etwas mit seinen Grunzlauten. So lange die Band aber so catchy rüberkommt wie auf „Altars In Gore“ ist alles gut. Hier darf das Haupthaar wieder ordentlich durchgeschüttelt werden. „Mortification To Ruin“ ist nicht mehr als solides Handwerk, bevor „Deadly Sinners“ noch mal gekonnt die Axt rausholt. Die Screamelemente bieten auch endlich mal etwas Abwechslung beim Gesang und sind insgesamt eine mehr als nette Auflockerung. „Purgatorial Madness“ prescht etwas ziellos daher, bevor das Tempo gewechselt wird und ein kaputtes Gitarrensolo die Szenerie auflockert. „The Forzen Stys“ beendet die Scheibe dann nach bekanntem Strickmuster.
Fazit: „Buried Death“ ist eine solide Scheibe, ohne merkliche Höhepunkte. Der bemüht wirkende Gesang ist bisweilen leider recht nervig. Alles in allem fehlt den Coffins beim Songwriting die ein oder andere zündende Idee und so kommt das Album leider nicht über Mittelmaß hinaus und läuft ein bisschen wie nach Schema F ab. Genrefreunde werden an dem Teil aber ganz sicher Gefallen finden. Mehr geht eigentlich nicht!