Bisher mehr ein Soloprojekt von Sänger Marco Pleil setzen Cloudberry mit der dritten Scheibe Graceful & Light ganz auf die kollaborative Kraft einer Band. Gleichwertig integriert wurden dazu Thomas Wolf (Schlagzeug) und Moni Grysa (Bass, Gesang), wobei Letztere neben ihrer Musikalität auch für eine angenehme optische Note sorgt.
Grindcore Qualitäten könnte man der Band attestieren, haut man dem Hörer innerhalb einer halben Stunde doch 14 Stücke um die Ohren, was im Durchschnitt eine Songlänge von 2 Minuten ergibt. Mit Krach haben die Stücke auf Graceful & Light allerdings wenig zu tun, vielmehr bietet man feinen Alternativ-Rock und Indie-Pop, der sich an Bands wie Sonic Youth und den Smashing Pumpkins orientiert. Die Kürze der Stücke erweist sich dabei trotz der Schnelllebigkeit der Lieder als Vorteil, denn trotz ihres Fragmentcharakters wirkt jede Nummer auf den Punkt gespielt und die Harmonien überzeugen vollends. Tatsächlich steckt hier in der Kürze die Würze.
Produziert von Kurt Ebelhäuser (u.a. tätig für Blackmail, Donots) lässt man auch beim Sound nichts anbrennen, so dass man bei Graceful & Light von einem kurzen, aber sehr geilem Album sprechen kann.

Album erscheint am 26.10.! Cheers!