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Musik

Mick Hucknall: American Soul

Für manch einen mag es an Majestätsbeleidigung grenzen, aber dennoch möchte ich an dieser Stelle im Vorgriff auf die folgende Rezension einmal loswerden, dass ich das Gezerre und Gehype um eine Combo wie Simply Red nie verstanden habe. Mir persönlich ist zumindest bei deren Songs nie vor Freude und Ergriffenheit eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen, weil ich die Nummern eigentlich immer als recht belanglos empfunden habe. Und auch die Stimme von Sänger Mick Hucknall hatte für mich bei allem Wiedererkennungswert nie wirklich eine stark ...

Volkan Baydar: Raum schaffen

Nur ein halbes Jahr nach dem Ende von Orange Blue hat mit Vince Bahrdt der eine Teil des Duos direkt sein erstes Soloalbum raus gehauen, dem inzwischen sogar ein weiteres ebensolches gefolgt ist. Der zweite Teil des Duos Volkan Baydar dagegen hat es diesbezüglich erst einmal deutlich langsamer angehen lassen und kommt erst jetzt, 5 Jahre nach der Musikerehe mit Vince Bahrdt mit seinem Soloalbum „Raum schaffen“ ans Licht der Öffentlichkeit. Beim Hören dieses Albums man hat dann aber durchaus fix das Gefühl, dass die lange, selbst auferlegte ...

Devin Townsend: Epicloud

Es sagt nicht unbedingt alles, aber zumindest einiges aus, wenn der beste Song auf Epicloud, der neuen Devin Townsend Scheibe, eine Neuaufnahme des Physicist Tracks Kingdom ist. Man kann vorweg sagen: Epicloud kommt nicht an die großen Scheibe aus Devs Backkatalog heran, schmeckt mir persönlich aber besser als der letzte Akkustik-Ausflug Ghost. Woran kränkelt Epicloud letztendlich? Vielleicht an der Eingängigkeit, vielleicht an dem starken Pop-Charakter der Scheibe? Aber trotz dieser Elemente bleiben die Nummern nicht wirklich hängen, die Platte hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Klar, ein Groover wie Lucky Animals ...

Beth Hart: Bang Bang Boom Boom

Die amerikanische Blues Rockerin Beth Hart wäre wahrscheinlich nie innerhalb meines musikalischen Horizontes erschienen, wenn sie nicht im Jahr 2011 gemeinsam mit einem anderen Heroen der vorgenannten Zunft – mit keinem Geringeren nämlich als mit Joe Bonamassa – ein Album mit dem Titel „Don’t Explain“ aufgenommen hätte. Auf diesem wirklich großartigen Werk hat mich die Dame stimmlich so überzeugt, dass hier umgehend Vergangenheitsforschung betrieben werden musste. Nachdem ich Frau Hart’s Backkatalog nun halbwegs abgearbeitet habe, trifft es sich ganz gut, dass heuer mit „Bang ...

Jessie Ware: Devotion

Mit ihrem Debütalbum vereint die britische Singer-Songwriterin Jessie Ware, die 1985 in South London geboren wurde, Ultramodernes mit zeitgenössischem R&B-Sound und erinnert mit ihrem gewaltigen Soul in der Stimme an Größen wie Sade oder Withney Houston. „Devotion“ erschien bereits am 17. August exklusiv als Download bei iTunes und ist nun auch als physisches Album im Handel erhältlich (VÖ 30.10., Universal Music). „Ich bin bereit und kann’s kaum abwarten“, sagt sie bezüglich der Dinge, die nun vor ihr liegen, und fügt schnell noch hinzu: „Und, noch wichtiger: ...

Kiss: Monster

Gene Simmons und Paul Stanley wollen es offensichtlich noch einmal wissen, denn anstatt sich auf Ihren großen Erfolgen der letzten Jahrzehnte auszuruhen, hauen sie drei Jahre nach „Sonic Boom“ mit „Monster“ mal wieder ein neues Kiss-Album raus. Dass sie mit so einer Aktion ganze Herrschaften von kritischen Musikpolizisten auf den Plan rufen würden, dürfte den Herren bei der diesbezüglichen Entscheidung ebenso bekannt wie egal gewesen sein. Und das zu recht, denn mal ganz im Ernst, was stört es eine massive Eiche, wenn sich die Wildsäue an ihr ...

Amanda Mair: Amanda Mair

Spätestens seit ABBA gilt Schweden als das Land, in dem Popmusik erfunden und wie in keinem anderen gelebt wurde und wird. Nun tritt die junge Schwedin Amanda Mair an, um die lange und glorreiche Pop-Tradition Ihres Heimatlandes hochzuhalten. Bereits im Vorfeld zu dem einfach mit dem eigenen Namen betitelten Debütalbum wurde sie mit reichhaltigem Lob überschüttet und als die nächste Kate Bush oder Norah Jones gehandelt. Nachdem das Album nun freudig in meinem Player rotiert würde zumindest ich behaupten wollen, dass Vorschusslorbeeren dieser Art dann doch vielleicht ein ...

Illdisposed: Sense the Darkness

Die dänische Combo Illdisposed haben es Ihren Fans in den letzten Jahren nicht immer leicht gemacht, vor allem nicht hinsichtlich der Alben, die vom inzwischen einzig verbliebenen Gründungsmitglied Bo Summer und seinen um sich gescharten Mannen raus gehauen wurde. Gerade in diesem Bereich schwankte die Qualität der Releases – zumindest für meinen Geschmack – arg zwischen totaler Genialität und komplettem Schrott. So verwundert es dann auch wenig, wenn man neuen Releases der Combo mit eher gemischten Gefühlen entgegensieht und man sich fast gar nicht ...

Dokken: Broken Bones

Vier lange Jahre haben wir nach dem recht starken „Lightning Strikes Again“ auf Studioalbum Nummer Elf von Dokken warten müssen. Jetzt ist es da, heißt „Broken Bones“ und ist ehrlich gesagt eine mittelmäßige Enttäuschung. Hatte sich beim Vorgänger noch ein angenehmes Kick Ass Feeling beim Hören eingestellt, so rockt auf der aktuellen Scheibe wenig bis gar nichts. Die insgesamt elf Songs lullern relativ uninspiriert vor sich hin und lassen nur selten die Klasse, die man von alt gedienten Recken wie den Mannen um Don Dokken ...

ZZ Top: La Futura

Nach deutlich über 40 Jahren im Musikbusiness sind die Herren von ZZ Top auch naturgemäß schon lange an einem Punkt angekommen, wo man es mit einem neuen Album eigentlich keinem mehr so wirklich recht machen kann. Setzt man auf altbewährtes, dann heißt es gleich, man habe keine Ideen mehr, man sei ausgelutscht, am Ende und traue sich nicht, neue Pfade zu beschreiten. Versucht man seinen musikalischen Horizont allerdings zu erweitern und und eben auch neue Pfade zu beschreiten, dann finden sich auch schnell die ...

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