Inhalt: “Auftragskiller Steven Caine wird von mysteriösen Wesen vor seinem sicheren Tod gerettet. Als Söldner für das Volk von Kyan´Kor hat er sich nun einem blutigen Schicksal zu fügen. Wird Caine an dieser unmenschlichen Aufgabe zerbrechen?“ Wenn man sich als Erwachsener dem Zauber eines Hörspieles hingeben will, so wie man ihn als Kind regelmäßig erleben durfte, merkt man schnell, dass dies oftmals nicht mehr so einfach ist. Die meisten Hörspiele der Kindheit wollen bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht mehr so wirklich zünden, wenn man sie mit den Ohren eines Erwachsenen hört. Was bleibt einem dann noch an Alternativen? In aller Regel Hörbücher, die zwar auch oftmals sehr schön und gern gehört sind, aber so ein Hörbuch hat dann doch in aller Regel die Angewohnheit, sich recht lange hin zu ziehen, bis man das Ganze durch hat und meist fehlt einem irgendwie die Zeit, sich sieben Stunden und mehr ruhig vor den CD-Spieler zu setzen. Glücklicherweise gibt es aber immer noch Hörspielproduktionen, bei denen anscheinend genau dieses Problem erkannt wurde, und die vorliegende aus dem Hause Lausch ist eine ebensolche. Schon mit einem „Empfohlen ab 14 Jahren“ Ettikett auf der CD ausgestattet bildet „Das Amulett von Kyan’Kor“ den Auftakt zur Reihe um den Auftragskiller Caine, der vor dem Tod auf dem elektrischen Stuhl bewahrt für eine fremde Macht seinem gelernten Handwerk – dem Auftragmord – nachgehen soll. Der Stoff richtet sich offensichtlich schon vom Inhalt her eher an junge Erwachsene und Dialoge wie z.B. „ Torkaan: "Du wirst nach und nach lernen, die Kräfte zu kontrollieren. Dein Wille hat Dich bis hierhin gebracht; du wirst weiter gehen, mit einer Macht, die du dir nocht nicht annähernd vorstellen kannst." Caine: "Und was habe ich zu tun?" Torkaan: "Nichts, was du bisher nicht auch getan hast. Töten! Viele Menschen und andere Wesen töten." Caine (als Erzähler): "Das war doch mal ne klare Aussage. Leider blieb es nicht lange so übersichtlich." dürften auch die letzten Zweifel bei der Frage nach dem Zielpublikum beantworten. Aufwendig produziert und mit reichlich Hintergrund-Sound versehen entwickelt sich schnell eine rasante Story, die einen augenblicklich in ihren Bann zu ziehen weiß und einen unwillkürlich mit dem düsteren Anti-Helden, der Caine ja nun einmal ist, mitfiebern und mithoffen lässt. Die exzellente Besetzung mit Sprechern wie Torsten Michaelis, den der ein oder andere als deutsche Synchronstimme von Wesley Snipes kennen dürfte, Lutz Riedel (Synchronsprecher u.a. von Timothy Dalton) und Klaus Sonnenschein, der seine Stimme Schauspielgrößen wie Sean Connery und Danny Devito leiht, tut dann noch ihr Übriges, um dieses Hörerlebnis vollständig ab zu runden. Fazit: Mit „Das Amulett von Kyan’Kor“ ist den Machern dieses Hörspiels auf jeden Fall ein wirklich guter Einstieg in die Caine Reihe gelungen, was definitiv Lust auf die Fortsetzung macht. Achtung Suchtgefahr, 10 präzise Schüsse auf die Zwölf!
Rezensionen > Hörspiel
Caine: Folge 1: Das Amulett von Kyan´Kor TIPP
(Lausch / Al!ve)
Autor: Katze / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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