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Burn: The Truth
(Blind Records/Intergroove)


Autor: schlimm / Wertung: 7,5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Eine Band aus Münster macht sich auf die Rockwelt zu erobern. Mit „The Truth“ legen die Jungs nun ein amtliches Album vor, welches sich hinter internationalen Produktionen nicht zu verstecken braucht. Alles, aber auch wirklich alles an „The Truth“ klingt groß und denkt in großen Dimensionen. Soll hier ein Flächenbrand entfacht werden und möchte hier womöglich einer am ganz großen Kuchen partizipieren? Warum auch nicht mal auf ordentlich dicke Hose machen? Die Hose von Burn ist jedenfalls ganz dick.

Burn knallen sicher einige rockige Elemente raus und auch New oder Modern Wave-Klänge kann man hier vernehmen, im Grunde seines Herzens ist „The Truth“ aber eine Popplatte. Ja, manchmal wird es düster und aufgrund der Gothic-Vergangenheit von Felix Friberg liegt das ja auch auf der Hand. Trotzdem hat „The Truth“ derart viele poppige und nachhaltige Melodien zu bieten, dass es eben in letzter Konsequenz eine Popplatte ist. Muss man übrigens nicht negativ verstehen oder auslegen!

„The Truth“ ist nachhaltig und treibend. „The Truth“ ist melancholisch und dunkel. „The Truth“ ist hymnenhaft. Mit ein jeder der elf Nummern kann man sich ohne Bedenken in die Stadien der Republik stellen. „Phoenix“ ist so ein Stück,welches als Paradebeispiel für Burn durchgeht. Immens eingängiger Refrain, tolle Hookline, druckvolle Produktion, mit anderen Worten: eine Hymne.

Was bei Burn auffällt sind die vielen kleinen Referenzen an The Cure, die links und rechts vom Wegesrand aufgesammelt werden. „Ghost“ erinnert nicht nur gesanglich an Robert Smith und seine Kapelle, sondern auch musikalisch. Auch der Anfang des Titelsongs „The Truth“ lässt dahingehend kaum Fragen offen. In den ruhigeren Momenten wie bei „Dirt“ kommt das besonders zum Tragen. Aber letztlich schlägt auch das Stück den Weg in Richtung Stadionhymne ein. Ganz zum Schluss wurde mit „Where Are You“ sogar einer der schönsten Songs versteckt.

Fazit: An „The Truth“ von Burn werden sich vermutlich die Geister scheiden. Manch einem wird das alles zu dick aufgetragen sein und zu sehr auf den großen Erfolg ausgerichtet. Ja, die Produktion ist fett und Burn wollen mit diesem Album hörbar mit aller Macht nach ganz vorne. Ihre Popsongs mit New Wave und Rock-Einschlag entwickeln dabei oftmals ein wahrhaftes Hymnenpotenzial. Dabei landet die Münsteraner-Band sogar manchen Ohrwurm. Warum auch nicht? Man muss ja nichts Schlechtes daran finden, dass eine Band auf dicke Hose macht. Das Potenzial von Burn ist jedenfalls auf „The Truth“ deutlich hörbar und mit dieser Scheibe muss sich die Band auch nicht vor und hinter internationalen Acts verstecken.

www.burnmusic.de

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