Willkommen in der Welt der ganz großen Stars. Willkommen an der Spitze der Charts für lange, lange Zeit. Willkommen in den Stadien dieser Welt. Dies alles ist „Born In The U.S.A.“. Ein Star war Bruce Springsteen auch schon vorher, aber mit diesem Album katapultierte er sich nach ganz oben. Plötzlich wurden aus den kleinen Hallen riesige Stadien und bevor sich Springsteen versah, war auch er in der Mühle drin, die er eigentlich nie betreten wollte. Und selten wurde ein Rockstar so sehr missverstanden…
Auch „Born In The U.S.A.“ wurde erneut in den Power Plant Studios aufgenommen. Die ganze Geschichte zog sich von 82 bis hinein in das Jahr 84. Als erste Single erschien im Mai „Dancing In The Dark“. Der Nummer hört man schon deutlich das Entstehungsjahrzehnt an. Springsteen war damit auch im zeitgemäßen Pop angekommen. Und so seltsam es sich anhört, auch heute noch funktioniert der Song und hat was Zeitloses. Das Album selber schoss im Juni 84 an die Spitze der Charts und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte!
Die Scheibe startet mit dem oft unverstandenen Titelsong. Noch heute recken sich immer wieder die Fäuste in den Himmel, wenn diese Nummer intoniert wird. Dabei ist dies textlich alles andere als eine Verklärung, sondern ein Aufschrei. Besser funktionierten Text und Musik über den Vietnam Veteranen wohl im Gewand der Tracks Veröffentlichung. „Cover Me“ ist ebenfalls als Single erschienen und nicht wenige Menschen halten diesen Song für ein kleines Meisterstück. Eigentlich besteht die Scheibe nur aus Hits. Kleine Perlen wie die Halbballaden „Downbound Train“ oder „I´m On Fire“ machen sie aber erst zu dem was sie ist – ein Meisterwerk! Im kollektiven Gedächtnis sind wohl die offensichtlichen Stadionhymne vom Schlage „No Surrender“ geblieben. „Glory Days“ oder das wunderschöne „My Hometown“ funktionieren auch heute noch wunderbar und zählen nicht ohne Grund zu den musikalischen Großtaten des Boss!
Auch diese Japan Edition ist wieder ein Fest für das Sammlerherz. Die Aufmachung ist wieder mit sehr viel Liebe zum Detail erneut sehr gelungen und ein Abbild des Vinylalbums. Hülle, japanische und englische Texte, original Artwork und und und runden ein großes Album der Rockgeschichte endlich auch im CD-Gewand standesgemäß ab!
Fazit: „Born In The U.S.A.” braucht man eigentlich keinem Musikhörer mehr vorstellen. Die meisten Songs daraus wurden zu Hits und sind auch heute noch Monumente wie in Stein gemeißelt. Springsteen hat den Sprung in die Stadien geschafft und das muss, wie in diesem Fall, gar nicht negativ behaftet sein. Die Aufmachung in der Japan Edition ist sowieso über jeden Zweifel erhaben und darum kann es in der Gesamtsumme nur die Höchstwertung geben!
http://www.brucespringsteen.net
Born in the USA ist sensationell! 12 Punkte Pflicht.
Comment by Dirk Janßen — May 24, 2008 @ 8:16 pm