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Blue Mountain: Midnight In Mississippi

(Blue Rose/Soulfood)

Autor: schlimm / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Gerade noch hat sich die Gemeinde über die neu eingespielten Songs von „Omnibus“ gefreut, da kommen Blue Mountain nun endlich, endlich mit gänzlich neuem Material um die Ecke. „Midnight In Mississippi“ ist erst das vierte Album der Formation. Ob dieses Werk hierzulande allerdings eine größere Anzahl an Fans finden wird, darf zumindest bezweifelt werden.

Der geneigte Indiehörer legt ja auch gerne mal eine Scheibe Alt.Country auf und wenn noch eine Prise Americana dazu kommt, kann das sicherlich nicht schaden. Diese Beschreibung passt im Grunde ja genau zu Blue Mountain. Für ihre neue Langrille gelten diese Attribute leider nur bedingt. Wobei, was heißt leider? Die Scheibe ist nämlich alles andere als schlecht und hat ganz sicher ihre Momente. Wenn, wie im Titelsong die Gitarren lärmen und eine Mundharmonika die Szenerie bestimmt, dann erinnert dies sogar an Neil Young und Crazy Horse. Im krassen Gegensatz stehen dann allerdings auch Songs vom Schlage „70´s Song“ wo die Shalala-Chöre dann doch etwas zu viel des Guten sind und leicht nerven.

Trotzdem blickt an allen Ecken und Enden natürlich die musikalische Heimat von Blue Mountain durch – No Depression ist hier das Stichwort. Es darf halt auch gerne mal ein entspanntes Stück mit schöner Slidegitarre wie „Emily Smiles“ sein. Nebenbei hat das Album auch einige balladeske Momente zu bieten. Wenn „Pretty Please“ ganz entspannt in Softcountrygefilden wildert, dann erinnert das bisweilen sogar an die Eagles. Auch „Rainy Day“ ist in ähnlichem Gewässer angesiedelt. Warum auch nicht? So lange die ganze Geschichte Herz und Seele hat, darf man es sich auch gerne mal im Mainstream gemütlich machen. Herz und Seele atmet das Album von der ersten bis zur letzten Sekunde ein und aus.

Fazit: Es ist schön, dass Blue Mountain sich mit neuem Material zurückmelden. „Midnight In Mississippi“ ist ein sehr solides Werk geworden. Die zwölf Songs rangieren wieder irgendwo zwischen den Welten Alt.Country und Mainstreamcountry. Dazu gibt es jede Menge Versatzstücke des Blues und Rock. Genrefreunde sollten hier auf jeden Fall mehr als ein Ohr riskieren.

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