Auch wenn ich persönlich immer noch der Meinung bin, dass Blaze Bayley einst bei Iron Maiden einen mehr als respektablen Vertretungsjob für den bei den Jungfrauen ausgeschiedenen Sänger Bruce Dickinson gemacht hat, so stehe ich mit der Meinung ziemlich alleine auf weitem Posten. In der gängigen Fanmeinung war Blaze nämlich wohl eher ein Fehlgriff, eine Einschätzung, die dem Sänger bis heute immer noch negativ wie Honig an den Knochen klebt.
Dabei hat der Herr seit seinem Ausstieg bei den eisernen Jungfrauen in mehr als nur einem Album bewiesen, dass er ein talentierter Musiker ist, in dessen Adern purer Metal fließt. Alben wie „Tenth Dimension“, „Silicon Messiah“ und Co gehören in meinen Augen in jede gut sortierte Metalsammlung. Und auch mit dem aktuellen Release „The Man Who Would Not Die“ liefert Blaze mal wieder ein Album ab, dass allen metallischen Ansprüchen gerecht wird. Treibende Beats, geile Riffs und ebenso ausdrucksstarker wie eingängiger Gesang sind wieder einmal die Hauptzutaten der präsentierten Mucke, die einem das Herz aus Stahl vor Freude hüpfen lassen und für allerlei Kurzweil beim Hören verschaffen. Zu den größten Stärken Bayley’s, der auch Live on Stage immer wieder eine Energie versprühende Macht ist, zählt, dass er sich im Gegensatz zu vielen Genrekollegen nicht an wenigen Trademarks oder einem bestimmten Stil festbeißt, sondern von Album zu Album immer neue Akzente seines Könnens aufweist, seinen Stil weiterentwickelt und verändert, dabei immer dennoch eindeutig wieder erkennbar bleibt, weil Blaze nun mal einfach auch nach Blaze klingt.
Fazit: Wer Blaze Bayley bisher mochte, der kann auch bei „The Man Who Would Not Die“ wieder einmal bedenkenlos zugreifen und sich auf ein erstklassiges und frisches Metalalbum freuen. Vielleicht legen aber auch dieses Mal wieder weitere Metalheads ihre albernen Vorurteile gegenüber dem Ex-Maiden Sänger ab und lassen sich vorurteilslos auf dessen viertes Studioalbum ein. Verdient hätte es der gute Mann. 10 Punkte!
Homepage www.planetblaze.com
Dass die Platten mit Blaze nicht sooo gut waren, liegt eher am schlechten Songwriting, das schlicht nicht mit den Maiden Klassikern konkurrieren konnte. Die Scheiben mit Blaze waren und sind aber besser als die beiden Maiden Platten davor mit Bruce. Und auch danach.
Comment by Dirk Janßen — July 20, 2008 @ 1:11 pm
Ganz meine Meinung. Blaze ist ein cooler Sänger, aber auch dem muss man gute Songs geben, damit’s mal jemand merkt
Comment by Katze — July 20, 2008 @ 2:21 pm