Nach den Golden Dogs gibt es nun mit Blackie And The Rodeo Kings den nächsten Kanada-Export aus dem Hause True North. Aber Vorsicht! Diese beiden Bands könnten nicht stilistisch nicht weiter auseinander liegen. Mit Anleihen an Indie wie Sonic Youth, Pixies und Konsorten haben die „Kings“ nämlich so gar nichts gemein. Nein der Dreier beackert eine ganz andere Spielwiese und fühlt sich in eher traditionellen Roots Rock Gefilden zu Hause.
Bereits seit mehr als zehn Jahren und jetzt mit der vierten Platte sind Stephen Fearin (Acoustic & Electric Guitars, Hammertone, Vocals), Colin Linden (Electric Guitars, Dobro, Slide Guitars, Mandolin, Vocals) und Tom Wilson (Acoustic Guitars, Vocals) nun schon aktiv. „Let´s Frolic“. Prominente Unterstützung gab es bei „Crown Of Thorns“ von Daniel Lanois an der Pedal Steel. Geboten bekommt der Zuhörer insgesamt eine bunte Mischung und die ganze Palette traditioneller nordamerikanischer (Rock-)Musik. Country-Rock, Southern Soul, aber auch Blues und Folk bilden das Fundament, auf dem Songs wie „Give It Up Everyday“ und „October Lies“ (Southern Soul), „That’s What I Like“ und „Buried In Your Heart“ (Country Rock) oder „Crown of Thorns“ (Blues) stehen. Richtig episch wird es dann sogar mit „Under The Rain“. Insgesamt gibt es hier sehr viele nette bis gute Momente. Jetzt kommt aber auch das große ABER, denn mit fast 64 Minuten Spielzeit und vierzehn Tracks ist das Album auch mit einigen Längen ausgestattet. Manches ist doch recht ermüdend und langweilig, da wäre hier weniger mehr gewesen.
Fazit: Let´s Frolic ist sicher keine schlechte Platte und wäre diese insgesamt um gut und gerne 15 Minuten kürzer ausgefallen, hätte dies vielleicht sogar zu mehr getaugt. Genrefreunde dürfen hier aber bedenkenlos zugreifen, insgesamt eine runde Sache, die sich hinter Werken ähnlicher Machart nicht verstecken braucht.