Kurz beleuchtet

Belasco: 61

(Supermusic)

Autor: JK / Wertung: 10 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Eine Raketenkarriere kann man Belasco sicher nicht attestieren. Doch so langsam robbt sich das Trio empor. Vor fünf Jahren trat es noch in schmierigen autonomen Jugendzentren in Mühlheim aufs Podest – wo die meisten Tee tranken und sich für Musik nicht interessierten -, mit „61“, ihrem neuesten Album, dürften sie jetzt auch die Blicke und Ohren Uninteressierter auf sich lenken. Und das liegt nicht nur an der erstmals hochprofessionellen Produktion des Albums (Richie Kayvan – Oasis, Supergrass; Tom Baker – Marilyn Manson, Nine Inch Nails, Beastie Boys).

Belasco haben noch mehr gefeilt an ihrer Fähigkeit leise und subtil zu verstören und gleichzeitig zu versöhnen. Zu Wutausbrüchen kommt es selten, doch dauerhaft schwingt eine tieftraurige und doch tröstende Melancholie mit, die die Briten zu oft ins Fahrwasser von Coldplay und Konsorten geworfen hat. Das ist aber unfair. Belasco sind eigenständig.

Einzelne Songs herauszupicken wäre Schwachsinn, die Qualität schwankt nicht, sie ist durchweg gut.

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