Multiinstrumentalist/Komponist Daniel Vujanić dürfte mittlerweile den Schuhen des ewigen Geheimtipps entwachsen sein. „Aloha Ahab“ bildet nun den Abschluss einer Trilogie. Musikalisch dürften die einzelnen Werke allerdings nicht besonders viele Gemeinsamkeiten haben – auf den ersten Blick. Sofern man sich aber etwas näher mit dem Gesamtschaffen auseinandersetzt, wird man feststellen, dass die ganze zusammenhängende Geschichte so durchaus Sinn macht.
Auf "Aloha Ahab" erwartet den Zuhörer dann laut beigefügtem Waschzettel eine kompakte Mischung aus Rock-, Postpunk- und Popelementen. Für den schmissigen Opener „Circa Now“ oder „The Jigsaw People“ mag dies ja noch recht zutreffend sein, aber alles andere? Oder aber meine Ohren, mein CD-Player oder wer oder was auch immer spielen mir einen Streich. Rock und Punk finden hier aber wirklich nur bruchstückhaft am Rande statt. Ansonsten regiert hier allerfeinste Elektronikmusik, die allerdings allerlei Unterstützung von klassischen bis hin zu unkonventionellen Instrumenten bekommt. Hier gibt es neben den obligatorischen Gitarre, Bass und Schlagzeug auch mal eine Klarinette, Saxophon, Vibraphon, Glockenspiel oder Akkordeon zu hören. Recht sphärisch und zumeist instrumental werden einem hier die Gehörgänge durchpustet. Die Palette und Bandbreite ist dabei weit gefächert und der Zuhörer kann dann von Schönheit bis zu manchen anstrengenden Passagen jede Menge er- und durchleben. Was man nicht alles in vierzehn Songs verpacken kann. Insgesamt klingt die Platte so aber in manchen Momenten doch recht unheitlich. Ist weder Fisch noch Fleisch und dann wieder funktioniert diese feine Mischung aus handgemachter und künstlicher Musik wieder recht gut und der geneigte Hörer kann sich regelrecht fallen lassen in diese Klangwelten und einfach nur noch genießen.
Fazit: „Aloha Ahab“ ist ein sehr vielfältiges Werk. Man muss sich schon drauf einlassen können, sonst wird man sicher keinen Zugang zu dem Album finden. Manches hier will auch erst erarbeitet werden. Ob man dabei den Schlüssel zu allen vierzehn Türen findet darf allerdings angezweifelt werden. Bei mir blieb dann doch die ein oder andere Tür verschlossen, es öffneten sich aber doch noch recht viele, was unterm dem Strich dann eine sehr ordentliche Platte ergibt.
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