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Ascan von Bargen: Requiem - Nacht des Schreckens (1)

(Maritim)

Autor: DJ / Kommentare: Bisher keine

Ascan von Bargen Requiem Nacht der Angst Folge 1Inhalt: Paris, 1894.

Geboren aus der Dekadenz des fin de siècle, erhebt sich ein unvergleichliches Wesen aus den Schatten. Ein Geschöpf von wollüstiger Schönheit und Anmut. Schamlos und verdorben.

Eingehüllt in ein Gespinst dunkler Versprechen folgt es dem Geruch seiner Opfer durch die Nacht. Dem atemlosen Lustrausch ihrer Venen. Angelockt vom Ruf ihres willigen
Blutes. Besessen von einem einzigen Ziel…

Sie glaubten es längst tot. - Doch es ist eben erst erwacht.

Kritik: Nachdem Ascan von Bargen mit Annwyn gerade aufgrund der hohen Erwartungen ziemlich abgestunken hat, wird mit Requiem ein zweiter Versuch gestartet – und der gleiche Fehler gemacht wie damals bei Annwyn.

Dabei ist das Hörspiel durchaus hörenswert: Die Geschichte hat Atmosphäre, verströmt Grusel, hat Schockmomente und ist ansprechend produziert. Auch namhafte Sprecher kann man vorweisen, wie z.B. den allgegenwärtigen Christian Rode, Daniela Hoffmann oder Gerd Baltus. Woran happert es bei Requiem also?

Zum einem ist es etwas die undurchschaubare Erzählung. Wie schon bei Annwyn weiß der Hörer nicht, wohin Autor Ascan von Bargen ihn führen will. Bezeichnend hierfür ist die verworrene Szene im Kino. Darüber könnte man hinwegsehen, wenn es sich denn aufklärt. Aber jetzt kommt das größte Ärgernis bei Requiem: Das Hörspiel ist plötzlich zu Ende. Zuerst sucht man die zweite CD, dann untersucht man die erste und einzige CD auf einen Defekt, schließlich legt man sie erneut ein und prüft den letzten Track auf einen Hinweis. Nichts! Auch die Verpackung klärt das Rätsel nicht. Und dann findet man ihm Internet doch noch die Anmerkung, dass Requiem ein Zweiteiler ist / sein soll / sein wird. Fortsetzung folgt irgendwann im Sommer. Bitter! Und eine deutliche Verarsche des Käufers, der sich die CD unbedarft im Handel zulegt und nicht vorher das Kleingedruckte im Internet liest.

Requiem hinterlässt also an dieser Stelle einen äußerst zwiespältigen Eindruck. Und kann eigentlich erst dann bewertet werden, wenn der zweite Teil vorliegt. Hoffentlich floppt das Ende nicht wie damals bei Annwyn.

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