Apocalyptica sind für mich nach wie vor ein Ausnahmephänomen der Metal-Szene. Was anfänglich vielleicht noch als kleines Klassik-covert-Metal Projekt belächelt wurde, hat inzwischen eine ungemeine Eigendynamik entwickelt und sich zu einem Act entwickelt, der im Bereich Metal einzigartig ist.
Und auch auf dem aktuellen Longplayer „Worlds Collide" beweisen die Mannen um Eicca Toppinen, dass ihr Konzept, mit eigenen metallischen Kompositionen und attraktiven Gastmusikern an den Start zu gehen, noch lange nicht ausgelutscht ist und immer noch eine Menge Potential für tolle neue Songs bietet. Neben dem üblichen Verdächtigen Dave Lombardo (Slayer) konnten die Finnen dieses Mal mit Musikern wie Corey Taylor (Slipknot, Stone Sour), Cristina Scabbia (Lacuna Coil), Adam Gontier (3 Days Grace) und Till Lindemann (Rammstein) einige echte Hochkaräter in ihre Produktion einspannen. Mit letztgenanntem hat man sich mit „Helden“ an eine durchaus gelungene Umsetzung des David Bowie Klassikers „Heroes“ herangewagt, die Meister Bowie in dieser Form sicherlich überraschen dürfte. Dabei ist Lindemann nicht die einzige Personalie, die man sich aus dem Rammstein Lager ins Studio holen konnte, denn mit Jacob Hellner sitzt genau deren Produzent bei vorliegendem Album an den Reglern, der den Titeln einen mächtig scharfen und aggressiven Sound aufdrücken konnte.
Fazit: Mit „Worlds Collide“ haben Apocalyptica auch 2007 wieder ein absolutes Hammeralbum am Start, das in seiner Homogenität überzeugt und daher eigentlich keine Anspieltipps benötigt. Wer trotzdem vor dem Kauf eine Kostprobe braucht sollte sich neben vorgenanntem „Helden“ vor allem an „I’m Not Jesus“, „Last Hope“ und „S.O.S. (Anything but Love)“ austoben. 11 Fidelbögen!