Nach dem Release des dritten Albums Planetary Confinement verließ Duncan Patterson Anitmatter und gab damit dem verbleibenden Mitglied Phil Moss die Möglichkeit, sich endlich der ewigen Vergleiche mit Anathema zu entledigen. Und was macht Moss?! Er holt Danny Cavanagh (Anathema) an Bord, klingt dadurch noch deutlicher nach Anathema und haut mit Leaving Eden das bislang stärkste Antimatter Album raus.
Dass Leaving Eden einschlägt wie eine Granate, lässt sich vor Allem damit erklären, dass Antimatter stellenweise richtig rocken. Wenn die aufgedrehten Gitarren immer wieder auf die ruhigen Momente treffen, entwickelt dies eine mitreißende Dynamik, die neben Anathema an die großen Pink Floyd erinnert. Paradebeispiele sind der Opener Redemption und The freak show.Die bedrückenden Kompositionen werden 2007 auch nur noch gelegentlich durch folkige Elemente aufgelockert (Ghosts), was aber sicherlich nur die wenigsten Hörer stören dürfte.
Klangen die Vorgänger alle nach einem Projekt, hat man nun das Gefühl, dass bei Antimatter eine richtige Band am Werk ist. Auch wenn der Schein trügt, hält Phil Moss das Heft doch nun alleine in der Hand. Dessen Alleinherrschaft dürfte aber dafür gesorgt haben, dass Leaving Eden die erste Antimatter Scheibe ist, die wie aus einem Guss klingt. Schöner klang der Verlust des Paradieses sicherlich selten.