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Annihilator: Metal Tipp

(Steamhammer)

Autor: R@Z€ / Wertung: 10 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher 1 Kommentar

Bild Annihilator MetalDie “Alice isn’t it frightening….”- Zeiten sind ebenso vorbei, wie die “Master of puppets, I’m pulling your strings…”- oder die “Cry for the Indians…”-Ära. Solche Songs und solche Alben wird es wohl leider nie mehr geben. Eins kann man Jeff Waters allerdings nicht nachsagen, dass er es nicht immer wieder versucht hätte, einen wirklich würdigen Never Neverland Nachfolger rauszuhauen und somit einen weiteren Meilenstein zu schreiben. Viele Bandquerelereien, familiäre Probleme und Business fuck ups, haben meines Erachtens seit der Zeit nach dem zweiten Album dazu beigetragen, dass der Kanadier zwar immer gutklassige Alben vorgelegt hat, der letzte Kick zum Klassiker und Anschluss an alte Tage aber leider immer fehlte. Zum vorliegenden Studio-Album Numero zwölf, hat sich Jeff deshalb reichlich tatkräftige und vor allem namhafte Unterstützung geholt, die den alten Annihilator-Spirit vergangener Tage teilweise zurückholen konnten und die besonders im Gitarrenbereich Maßstäbe setzt. Genregrößen wie Alexi Laiho (Children Of Bodom),  Michael Amott und Angela Gossow (Arch Enemy), Corey Beaulieu (Trivium), William Adler (Lamb Of God), Steve „Lips“ Kudlow (Anvil), Jesper Strømblad (In Flames), Anders Bjørler (The Haunted) sowie einige andere, spielen mal hier ein Solo, dort nen ganzen Song mit, geben Vocals oder Grunzer zum Besten und sorgen ohne nach ihren eigenen Bands zu klingen dafür, dass diese Scheibe auch nach 55 Minuten nicht langweilig wird. Vor allem mit “Chasing the high” durch seine rasendschnellen Doublebassläufe und der wohlbekannten Alison hell-Melodie oder “Downright dominate”, das mit Wahnsinnsgitarren alle Nackenwirbel durcheinanderzwirbelt, sind richtige Thrasher alter Schule an Bord. “Operation Annihilation” groovt wie Sau, “Detonation” rockt wie Sau, der Opener erinnert gerade durch die Unterstützung von Jeff Loomis sehr schön an Nevermore und “Army of one” könnte mit seiner “Hail to metal”-Attitüde und dem entsprechenden Text zur Bandhymne mutieren. Absoluter Schaffenshöhepunkt des Rundlings stellt aber “Haunted” dar, mit flinkem Doublebass, sattem Riffing, dem bandtypischen Mittemporhythmus und einem obergeilen melodischen  Mittelteil. Natürlich sind mit “Couple suicide” sowie “Smothered” meines Erachtens  auch ein paar weniger gelungene Songs vertreten, die den Gesamtgeschmack nach bekömmlichem Thrash und Power Metal zum Glück nicht erheblich verfälschen. Diese Scheibe macht ihrem Namen alle Ehre und ist das beste Annihilator Album seit Criteria for a black widow. Es verbindet Tradition und Moderne, auch wenn man wieder einmal ein “…Alice aren’t you scared“ vermisst. Daumen hoch, auch für die ab April startende Europa Tour mit den Youngstars Trivium.

www.annihilatormetal.com

1 Comment »

  1. Ich muss sagen, dass ich die Platte recht langweilig finde. Die zahlreichen Gastmusiker sorgen außerdem dafür, dass die Platte recht zerrissen wirkt. Und Jeff Waters kopiert sich wieder einmal selber, wobei aber recht belangloses Material herauskommt. Braucht man daher nicht wirklich.

    Comment by Dirk — April 17, 2007 @ 11:10 am

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