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Annie Lennox: The Annie Lennox Collection
(Sony BMG)


Autor: schlimm / Kommentare: Bisher keine

Von Annie Lennox kann man halten was man will, aber unbestritten ist sie eine der herausragenden Sängerinnen der letzten Jahrzehnte. Wo andere stromlinieförmig immer wieder die gleiche Soße aufwärmen war und ist Annie Lennox alles andere als angepasst. Die Frau hat sich immer ihre etwas andere Sicht der Dinge bewahrt. Nun kommt also ihre erste „Greatest Hits“ Kollektion auf den Markt. Zusammengefasst wurden hier die letzten sechzehn Jahre. Zum Glück hat man sich darauf beschränkt die ganze Geschichte nicht zu überladen und so darf der geneigte Hörer letztlich vierzehn Songs lauschen und sich so sicher sein, dass auf dem Album auch wirklich nur das Beste von Annie Lennox zu finden ist.
Nach dem eher unscheinbaren „Little Bird“ folgt mit „Walking On Broken Glass“ gleich der erste Hit von Weltformat. Natürlich ist die Musik von Annie Lennox in erster Linie für den Mainstream ausgelegt, aber so lange sie so klingt und ein Hauch von Soul durch die Szenerie weht, kann man vor der Ausnahmesängerin nur den nicht vorhandenen Hut ziehen. „Why“ ist dann direkt das nächste Pfund, welches in die Waagschale geworfen wird. Wer kennt sie nicht, diese Herzschmerzballade? Es sind zwar nur Gerüchte, aber zu der Nummer sollen sogar schon waschechte Rocker dahin geschmolzen sein.
Das mit einem Grammy belohnte „No More “I Love You´s““ ist sogar noch eine Spur extremer in dieser Hinsicht, aber spätestens „Precious“ dürfte auch diejenigen wieder entschädigen, die eher auf die groovigeren Sachen abfahren. Die langsameren Stücke sind aber im Grunde das Pfund, mit dem Frau Lennox immer wieder überzeugen kann. „A Thousand Beautiful Things“ oder „Pavement Cracks“ zeigen, dass sie über eine ganz außergewöhnliche Stimme verfügt, die zudem noch einen hohen Widererkennungswert hat. Selbstverständlich darf auch das eindringlich, fast gehauchte „Cold“ auf dieser Zusammenstellung nicht fehlen. Von besonderem Interesse dürften – gerade für Fans – die beiden neuen Songs sein. „Pattern Of My Live“ von Keane ist nett und Annie Lennox schafft es zumindest der Nummer etwas Seele einzuhauchen. „Shining Light“ von Ash ist erstmal ungewohnt, hat aber durchaus einen Aha-Effekt zu bieten.
Fazit: Wer bisher noch nichts von Annie Lennox im Schrank stehen hat bekommt nun mit der „Annie Lennox Collection“ die Möglichkeit diese Lücke endlich zu schließen. Neben dem regulären Album erscheint das Werk allerdings auch noch als limitierte Doppel-CD. Hierauf befinden sich doch einige interessante Interpretationen von Annie Lennox (u.a. Songs von Björk, Joni Mitchell und R.E.M.) und von daher sollte direkt zu diesem feinen Teil gegriffen werden, denn der Mehrwert ist hier doch erheblich.

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