Man kann ohne mit der Wimper zu zucken behaupten, dass sich für Amaran’s Plight das Who Is Who des progmetallischen Genres zusammengefunden hat. Oder gibt es da draußen irgendwen, der bei Namen wie D.C. Cooper, Gary Wehrkamp, Kurt Barabas und Nick D’Virgillio zu widersprechen wagen würde?
Was 1998 bei Shadow Gallery mit „Tyranny“ mit einer ersten zarten Zusammenarbeit zwischen Wehrkamp und Cooper begann, findet nun endlich in kompletter Albumlänge die logische Fortsetzung. Logisch zumindest betreffend den Wünschen, die bei vielen in der Prog - Gemeinde seit 1998 zumindest unterschwellig keimte. Auch irgendwie erwartungsgemäß handelt es sich bei „Voice in the Light“ nicht um eine wahllose Aneinanderreihung von Songs, sondern man haut gleich in die Vollen und präsentiert - stilecht für dieses Genre - ein komplettes Konzeptalbum, bei dem es textlich um Erfahrungen geht, die man mit dem nahen Tod vor Augen macht. Von der Story her für meinen Geschmack anfänglich etwas wirr vom Kontext her, aber immerhin braucht man sich damit nicht unnötig belasten, denn musikalisch geht das Ganze trotzdem ohne Haken und Ösen runter wie Öl. Kurzweil ist hier garantiert und auch nach etlichen Durchläufen wird die Nummer nicht langweilig, weil es immer wieder noch das ein oder andere bislang unentdeckte Detail gibt. Handwerklich dürfte die musikalische Umsetzung bei solch hochkarätiger Besetzung sowieso außer Frage stehen, hier gibt es für Freunde der technisch versierten Mucke wirklich nichts zu meckern.
Fazit: „Voice in the Light“ ist ein feines Debüt für die All Stars von Amaran’s Plight, an dem Fans des Progressive ihren Spaß haben dürften. Bleibt zu hoffen, dass hier nicht das Erstwerk zu gleich das Letztwerk ist und dieses Projekt auch in Zukunft ab und an von sich hören lässt. 10 Punkte!
Homepage Amaran’s Plight