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Alev: Alev

(Fastball / Sony BMG)

Autor: Katze / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Alev: AlevKaum hatte man Ende 2004 / Anfang 2005 im Hause Alev das Debütalbum „We Live in Paradise“ auf dem Markt und konnte sich damit erste Meriten verdienen, musste man sich gleich mit Band internen Querelen beschäftigen. Grund waren die im Musikbereich so oft zitierten ‚musikalischen Differenzen’, konkret gesprochen wollte der männliche Teil der Combo (immerhin 4/5 des Quintetts) sich künftig musikalisch eine Gangart härter ausrichten, was aber der weiblichen Fraktion in Person der Sängerin Alev Lenz so gar nicht zu pass kam. Das Problem wurde – auch wie so oft in der Branche üblich – einfach dadurch gelöst, dass man Frau Lenz den Stuhl auf die andere Seite der Proberaumtür stellte und mit Alex Janzen eine neue Rockröhre für die vakante Position am Mikro in die Band holte. Es wurde noch kurz darüber nachgedacht, ob man den Bandnamen beibehalten könne, da er ja eigentlich irgendwo mit der geschassten Sängerin fest verbunden war, fand aber schnell das Nottürchen im türkischen Sprachraum wo Alev ‚Flamme’ bedeutet, behielt den Namen also und konnte sich endlich um neues Material kümmern.

Dieses Material in Form von zehn nagelneuen Tracks (plus den 2007 Remix von „Cause and Effect“) hat man inzwischen auf Makrolon gepresst und dem Ganzen selbstbewusst gleich den Bandnamen auch als Albumtitel aufgedrückt. Ob man sich im Vergleich zum Debüt nun tatsächlich um einige härtegrade gesteigert hat, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich eben jenes Debüt nicht kenne. Sollte ich die Mucke des Fünfers auf „Alev“ allerdings möglichst objektiv stilistisch einordnen, dann bietet es sich sowohl vom präsentierten Stil als auch vom Härtegrad her an, Parallelen zu den Guano Apes (in deren softeren Titeln), Die Happy und Co zu ziehen. Auf gut deutsch, die Songs rocken durch die Bank recht amtlich und laden auch in kürzester Zeit dazu ein, die ein oder andere Nummer mitzuträllern, weil man vom Songwriting und von der Melodieführung her durchaus auf Ohrwurmkompatibilität gesetzt hat.

Fazit: Mit „Alev“ präsentiert das gleichnamige Quintett ein kraftvolles Zweitwerk, das auf Grund des griffigen Songwritings und der druckvollen Produktion Freunde der Alternative Rock Szene und Fans der vorgenannten Referenzen gut ins Ohr gehen dürfte. 9 Punkte!

Homepage Alev

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