Nachdem sich Jolly Roger bei Running Wild schon vor längerer Zeit seine letzten verbliebenen Zahnstummelchen ausgebissen hat ist es nun an der Zeit, dass mal so langsam neue wilde Piraten mit ihren Kaperschiffen in die klaffende Lücke segeln. Alestorm aus Schottland haben die Herausforderung angenommen und segeln mit ihrem Debüt „Captain Morgan’s Revenge“ und dem frischen Labelwind von Napalm Records im Großsegel ins harsche Freibeuterleben.
Da das Quartett um Sänger und Keyboarder Christopher Bowes in Perth / Schottland ihren Heimathafen hat, fällt es dem Label gar nicht schwer, die Mucke der Herren gleich als Scottish Pirate Metal zu klassifizieren, wobei mir persönlich die Selbsteinschätzung im MySpace-Profil mehr zusagt: „If Pirates Had a Wall of Marshalls“ heißt es dort vollmundig in der Kategorie ‚Klingt wie’. Diese Beschreibung würde ich vorbehaltlos teilen, nachdem das Teil nun schon mehrere Runden in meinem Player absolviert hat, würde allerdings auf die Ergänzung „… and a Great Stacked Pile of Bombastic Sounding Keyboards“ bestehen, denn eben jene bisweilen orchestral bombastischen Keyboardpassagen tragen nicht unmaßgeblich zum Gesamteindruck bei. Insgesamt betrachtet fallen die insgesamt zehn Tracks des Erstlings mächtig hymnisch aus und verbreiten fröhliche Kneipen-Schunkel-Stimmung. Positiv fällt der Gesang auf, der zwar rockig angeraut daherkommt, aber zu keinem Zeitpunkt in dumpfes, betrunkenes Gegröle verfällt.
Fazit: Mit „Captain Morgan’s Revenge“ sind die Freibeuter von Alestorm auf dem besten Wege, sich einen auf allen sieben metallischen Weltmeeren gefürchteten Ruf zu erarbeiten, der ihnen bei künftigen Releases unheilvoll vorhereilen sollte!
Homepage Alestorm
Ohne Wertung, da die Promo lediglich in einer Voice-Over Version vorliegt.