Inhalt: Es war die Nacht vor dem großen Fest, die alles veränderte. Gaston Glück hatte Wanderer im Gasthaus von den Purpurnen Prüfern flüstern hören: Sie seien auf der Suche nach dem Welkenwerk, und niemand wusste, wem sie dienten. Es war diese Nacht, die nicht das Unheil ahnte…denn der Herbst war die Zeit und alle Zeit war der Herbst…
Wo unter Schatten verborgen
Bäche fließen und Wälder rauschen -
wo manche furchtsam vor dem Blendwerk fliehen
und kalte Faiyen ihrer Pfade ziehen –
tief im Dickicht die Unlichen lauschen
dem Wind und dem Flüstern,
nachts und bei Tag –
mit funkelnden Augen … gen Tiefenhag.
Kritik: “Ich verstehe kein Wort“, sagt Menschenkind Gaston Glück irgendwann in der Mitte der Geschichte. Und der Hörer dankt ihm von ganzen Herzen für die klaren Worte, hat er sich selbst doch schon in den Wirrungen der Geschichte verlaufen. Oder ist ebenso müde wie Gaston oder der purpurene Prüfer ein Stück weiter in der Erzählung.
Ja, das groß angekündigte Fantasy-Werk Abseits der Wege wird recht schnell kleinlaut. Die Geschichte schleppt sich träge voran, vor dem Hörer türmen sich Bezeichnungen und Namen fremder Orte und Figuren auf, ohne dass Bilder entstehen. Der atmosphärische Soundtrack entwickelt sich zu einer meditativen Unterlage, auf dem sich das Ohr zur Ruhe bette(l)t. Es fehlt schlichtweg an Handlung bzw. an nachvollziehbarer Handlung, die gepaart mit Tempo und Dramatik an das Geschehen fesseln könnte.
Wenn dann zwischendurch einfach einmal in einen neuen Handlungsstrang gesprungen wird, horcht man auf, fällt aber erneut erschöpft zurück, weil auch hier nur Bahnhof verstanden wird. Aber Heiterkeit kommt kurz darauf beim Gnomenrennen auf – zum einen über das farbenfrohe Geschehen, zum anderen, weil man zum ersten Mal durch Leichtigkeit nachvollziehbare Ereignisse projiziert. So einfach kann Fantasy Unterhaltung sein. Doch spätestens beim schon etwas verspannten Phrasendreschen zum Schluss, stellt sich Ernüchterung ein: “Die Zukunft kommt stets in fragwürdiger Gestalt. Die Zeit der Suche hat begonnen.“. Bitte?! Und wieder Gastin: “Was denn für ein Rätsel?“. Ja, was denn für ein Rätsel – man erkennt das Rätsel ja vor lauter Rätsel nicht mehr!!
Hätte Produzent und Kopf Volker Sassenberg, der Mann, dem wir Gabriel Burns und Point Whitmark verdanken, nicht erneut eine kompetente Schar Sprecher um sich versammelt und mit diesen zusammen das Möglichste aus der Produktion geholt, man müsste Abseits der Wege deutlich schlechter bewerten. Handwerklich ist wieder alles im grünen Bereich, das Ohr wird durch Stimmen, Sounds und Musik verwöhnt. Aber wenn nur drei Folgen im Jahr erscheinen, dann steht Abseits der Wege vor dem gleichen Desaster wie einst Ascan von Bargen mit seinen Annwyn Hörspielen. Aber warten wir erst einmal die nächste Folge ab.

[...] kann natürlich sein, dass sich dieser angenehme Zustand gemeinsam mit anderen – vielfach bemängelten – offenen Fäden aufgelöst wird, aber ich glaube es eigentlich nicht. Um mal, wie es in [...]
Also die Kritik kann ich mal garnicht nachvollziehen. Als ich Teil 1 zum ersten mal hörte war ich absolut begeistert. Die Story ist zwar undurchsichtig, aber was will man erwarten von der ersten Folge? Aufklärung kommt, wie man das gewohnt ist(Gabriel Burns) mit und mit.