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A Place To Bury Strangers: Exploding Head TIPP
(Roughtrade)


Autor: DJ / Wertung: 9.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Wenn man dieser Tage über die Band A Place To Bury Strangers liest, dann wird das Trio nicht nur über alle Töne gelobt, sondern es werden auch Namen wie Bauhaus, Killing Joke, Jesus And The Mary Chain, Einstürzende Neubauten, The Sisters Of Merc, Joy Division und The Cure genannt. Die Band selber sieht sich schlicht als die geilste Noiserock-Band der letzten Jahre.

Und tatsächlich dürfte die Band mit ihrem Zweitwerk alle Hörer oben genannter Bands und somit all jene, die irgendwo in den Gothic-, Wave- und Postpunk-Klängen der 80er hängen geblieben sind, glücklich stimmen. Denn noisige Riffs, psychedelisch, in viel Hall ertrinkend, ein Schlagzeug, dass mal natürlich, mal nach Computer klingt, und ein Sänger, der lässig, uninteressiert und über allem erhaben erscheint, machen den Noise-Cocktail perfekt. Wobei mir die Band persönlich dann am besten gefällt, wenn sie eher düster, schleppende Klänge mit gelegentlichen Uptempo-Momenten anschlägt (Lost Feeling, Dead Beat, Ego Death) die ihr die nötige Authentizität verleihen, dass man sie gar in irgendeinem besetzten Haus oder versifften Keller wähnt. Dann ruft Exploding Head diese süße Melancholie hervor, die man bei den meisten Platten heutzutage vermisst.

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