Andreas Schmidt, Pianist und Arrangeur von Y Move, beschreibt seine Band auf eine äußerst sympathische Weise. Er sagt: „Wie spielen füreinander.“ Alleingänge sind also verboten. Sind sie? Für eine klassische Jazz-Kapelle hält sich das Quartett jedenfalls stark zurück. Schmidt tupft seine Töne mal hier und mal dort hin. Warm und sanft schweben diese zu Boden. Die Basis dafür schaffen Anne Lieberwirth (Bass) und Rainer Winch (Drums) auf eine ebenfalls sehr zurückhaltende Art.
Mittendrin bewegt sich die Stimme Yelena K, stets eingebettet singt sie, niemals hervortretend. Von einer „prägnanten, tiefen und ebenso berührenden Stimme, die an Betty Carter oder Tania Maria“ erinnere, erzählt der Infotext. Mag sein. Fest steht, dass Y Move mit ihren Standards für einen ungeheuren Entspannungsteppich sorgen. Doch Achtung: Nur für Jazzfans oder solche, die diese Musik im Hintergrund laufen lassen möchten, während sie mit irgendwem knutschen.