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Wohnraumhelden: Die Rückkehr der Wohnraumhelden TIPP

(Grundsound / Indigo)

Autor: Katze / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Wohnraumhelden - Die Rückkehr der WohnraumheldenEin Album wie das vorliegende wäre mir sicher nie aufgefallen, geschweige denn, dass ich in Erwägung gezogen hätte, es käuflich zu erwerben. Wäre in diesem Falle allerdings definitiv auch schade gewesen, wie ich jetzt, da ich die Platte schon etliche Male gehört habe, feststellen muss, denn was C-Punkt Stein Schneider, den der ein oder andere sicherlich als Gitarristen von Fury in the Slaughterhouse kennen dürfte, und B - Man Major hier musikalisch in einer Melange aus Rock und Pop und vor allem textlich bieten, beschert einem schon die ein oder andere unterhaltsame, amüsante Stunde.

„Die Wohnraumhelden, tighte Scheiße aus Hannover“, so klingt es in einer augenzwinkernden Selbsteinschätzung der beiden Herren aus den Boxen, allerdings erst, nachdem sich schon mal gerne „Woanders“ befunden hätte, als mit einer uncoolen Frau im Herzblatt - „Hubschrauber“ zu verreisen, und auch kurz feststellt, dass man sein Instrument „Geübt“ hat. Hier geht es also grob gesagt, um Geschichten, die das Leben schreibt bzw. so schreiben könnte (oder sogar sollte?), und das zieht sich auch bis zum Ende der insgesamt 16 Tracks der Platte durch. Die Wohnraumhelden lassen den geneigten Hörer an ihrem reichhaltigen Wissens- und Erfahrungsschatz teilhaben, fragt sich nur, ob man das auch wirklich restlos alles erfahren will, denn mal im Ernst: Will wirklich jeder wissen, dass sich C-Punkt Stein Scheider seine Beine und seinen Arsch rasiert, weil er „Metrosexuell“ ist? Ich denke, ja!
Wer jetzt denkt, die Wohnraumhelden könnten nur mit eigenem Material glänzen, der liegt gründlich falsch, denn die Jungs sind auch gut im Aufspielen fremder Mucke, wie sie mit „Verliebt“ (im Original Frank Sinatra „Nevertheless“) und Annette Humpe’s NDW Hit „Blaue Augen“ beweisen.

Fazit: „Die Rückkehr der Wohnraumhelden“ ist nicht nur aufgrund des farbenfrohen Cover – Artworks ein Album, das einen kräftigen Farbtupfer in das deutsche Pop – Einheitsgrau, das momentan leider deutlich vorherrscht, zu setzen. Feine Sache das, 10 Punkte!

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