Sie reißen sich seit gut 15 Jahren den Allerwertesten auf, um sich mit ihrer Musik zu etablieren und endlich den ganz großen Wurf zu schaffen, aber so ganz will es den Herren von Wizard dennoch nicht gelingen. Woran das liegt? Darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen. Am Material kann es eigentlich nicht liegen, denn das ist in aller Regel sehr ansprechen, wie auch der aktuelle Release „Magic Circle“ wieder einmal beweist.
Denn hier gehen die Herren mit einer Menge Druck und einem guten Gespür für Melodielinien zu Werke und bieten so 12 neue Songs an, die Freunden des gepflegten Power Metal durchaus Freude machen dürfte. Den oftmals bemühten Vergleich zu Manowar wollte ich anfänglich nicht so wirklich teilen, bis mich neulich ein Kollege fragte, ob ich grade die neue Manowar eingeworfen hätte. Gut, muss ich wohl doch zugestehen, dass es da Parallelen zu geben scheint, aber das ist ja prinzipiell auch nichts Schlimmes. Ein wenig heroischer Touch schadet ja Power Metal Werken in der Regel eher nicht. Wer sich selber vom gebotenen Material überzeugen will, der skippt beim Probehören am besten Tracks wie „Fire And Blood“, „Call of the Wild“, „On Your Knees“ das extrem heroische „Uruk-Hai“ oder auch den balladesken Schlusssong „Don’t Say Good-Bye“ an.
Fazit: Woran es auch immer liegt, das für Wizard der ganz große Erfolg bisher ausgeblieben ist (vielleicht liegt es an dem Dünkel eine deutsche Band zu sein?), gerecht ist das jedenfalls nicht, denn auch mit dem aktuellen Release „Magic Circle“ hat man wieder einmal ein sehr homogenes Werk abgeliefert, dass definitiv rockt. 8,5 Punkte!