Rezensionen

Wetton & Downes: Icon

(Frontiers Records / Soulfood)

Autor: Ex-Redakteur / Wertung: 2.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher 1 Kommentar

Bild von Wetton & Downes - IconAsia is back, oder so ähnlich, zumindest zwei ihrer Macher geben ein Lebenszeichen von sich.
Klar, dass da das italienisches Label Frontiers Records die Ohren ganz besonders weit auf gemacht hat, denn in der in Neapel ansäßigen Firma hat der Melodic Rock noch tiefere Spuren hinterlassen als der Vesuvausbruch im Jahre 79n.Ch., der die Städte Pompeji und Herculaneum in Schutt und Asche gelegt hat.
Es ist kein Geheimnis, dass die Mannen dort Legenden der glorreichen 80er in das mittlerweile überholte Millenium zu schmuggeln versuchen. Mit zum Teil großen Erfolg, aber im Falle Wetton & Downes, fürchte ich, scheinen die Ausgrabungen zwar auf ein Juwel gestoßen zu sein, nur ist heut zu Tage selbst auf Ebay mancher Schatz wertloser als die Minute die man dort investiert.
Kommen wir zum Produkt, John Wetton & Geoffrey Downes liefern mit Icon anno 2005 eine Kreation an Musik ab, die leider nur Menschen verstehen können, die zutiefst in der o.g. musikalischen Epoche verwurzelt sind.
Für mich, obwohl ich einige dieser Jahre mit vollem Bewusstsein miterlebt habe, war der erste Höreindruck sehr, sehr seltsam. Obwohl meine Ohren diverse Töne wahrnehmen konnten, die Übertragung in das Gehirn, bzw. da wo die Empfindung akustischer Signale ein Wohlwollen erzeugen sollte, scheint bei „Icon“ völlig unterbrochen zu sein.
Es fängt schon an mit einer fürchterlichen Improvisation des Chopin Préludes (für ganz Neugierige: op. 28 Nr. 20) die in den Song „Let me go“ übergeht, oder auch der nächste Track „God walks with us“, der einen Eindruck von kompletter Leere hinterlässt. Aber es kommt noch besser, John Wetton klingt, man höre genau hin, als hätte er das Album mit mindestens zweieinhalb Promille eingesungen, was ja gar nicht so schlimm wäre, aber andere Rauschmittel hören sich weitaus besser an ;-)
Weiter muss ich das Album nicht kommentieren, denn es folgen Harmonien und Melodien die meines Erachtens nach nur noch peinlich sind, dennoch ist „Icon“ zwei Punkte wert, weil die Herrn Wetton & Downes in einem Kämmerchen ganz hinten in ihren Köpfchen noch so etwas wie Liebe zur Musik zu verspüren scheinen.

1 Comment »

  1. Kein Wunder, dass es zu dieser Rezension bisher noch keine Kommentare gibt. Auch ich sollte mir das eigentlich sparen, man kann seine Zeit sinnvoller verbringen.

    Aber was mir auffällt bei dieser Rezension zu Icon ist, dass wieder einmal das so oft angetroffene Phänomen auftritt, dass man da jemanden auf ein musikalisches Produkt (CD oder Konzert) loslässt, ohne sich bewusst zu sein, dass man genauso gut einen Teletubby zur Reparatur seines Autos beauftragen könnte.

    Schon die ersten beiden Absätze mit belanglosestem Gefasel über Neapel, Pompeji und Juwelen in Ebay lassen das vollständige Desinteresse und die nur schwach kompetenzbelastete Eignung des Rezensenten erkennen. Was danach kommt, taugt kaum für den Mülleimer, die beiden “Gnadenpunkte” hätte er sich dann auch noch sparen können, denn unter Berücksichtigung des zuvor ausgestoßenen wirken genau diese nur noch peinlich. Bitte nicht mehr davon!

    Mit freundlichen Grüßen

    Manfred Altmann

    Comment by Manfred Altmann — July 18, 2007 @ 10:34 am

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