Ein “Best of…”-Album der ganz besonderen Art präsentiert uns die Hannoveraner Hard Rock Kapelle Victory mit “Fuel To The Fire”. Hier wurden nämlich nicht die Archive durchwühlt, um anschließend angestaubte Songs zur Wiederverwertung auf CD gepresst, sondern die Highlights der Karriere teilweise umarrangiert neu eingespielt und – was noch viel interessanter ist – gleich durch den neuen Sänger Jioti Parcharidis vorgetragen.
Eine nette Idee, die durchaus ihre Stärken allerdings auch Schwächen hat, denn sicherlich kommt im neuen Klanggewand und im veränderten Arrangement etwas wuchtiger rüber, aber manchen Klassiker hat man dann doch irgendwie im Original im Ohr und findet ihn im leicht angestaubten Charme dann doch interessanter. Es ist halt nicht immer so geschickt, den neuen mit dem alten Sänger im direkten Vergleich konkurrieren zu lassen. Aber gut, sonderlich schlimm ist das sicherlich auch nicht, auf der Bühne muss sich das neue Frontkehlchen die Vergleiche zum Vorgänger eh gefallen lassen. Immerhin ist damit vorliegende Platte für eingefleischte Victory-Fans und für Victory-Frischlinge gleichermaßen interessant, zumal es mit „Felt It Coming“ (zu diesem Titel grinse ich mal pubertär vor mich hin) auch noch einen brandneuen Song der Combo auf die Ohren gibt.
Fazit: Victory melden sich mit überwiegend altem Material zurück und dürften mit diesem Album ihre Feuertaufe überstehen können. Bleibt jetzt noch abzuwarten, was wir da jetzt in naher Zukunft noch erwarten dürfen. Ohne Wertung!