Rezensionen

Urkraft: The inhuman aberration

(Earache)

Autor: R@Z€ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Urkraft - The inhuman aberrationMir Urkraft ist Earache ein ganz großer Wurf gelungen, für den bereits mit dem Vorgängeralbum “Eternal cosmic slaughter” richtig” lecker die Werbetrommel gerührt wurde. Die Truppe kann man mittlerweile schon auf eine Stufe mit The Haunted oder Carnal Forge stellen. Kräftiger Thrash Sound mit fast schon Death Metal-lastigem, sehr coolem Gesang. Melodic Vocals sucht man vergeblich, erwartet diese aber ständig, da der Songaufbau sowie das Outfit der Band Erinnerungen an Soilwork aufkeimen läßt. Die stimmig eingebauten Keyboardpassagen nutzt man geschickt zum Untermalen des düsteren Gesamtsounds und haucht mit atmosphärischen Melodien den Songs noch mehr Grausen und Tiefgang ein. Die Keyboardeinlagen erinnern mitunter an Fear Factory-Standard, daher könnten Songs wie “This great summer” oder “Forsaken” sogar als finsteres Soundtrackmaterial verwertet werden. Das von vielen anderen Bands dargebotene und bis ins Extrem ausgereizte Elektromelodiengesülze findet hier zum Glück nicht statt. Flinkes Bay Area-Riffing trifft auf mächtiges Drumming, mit dem uns Earache untypischerweise mal keinen Grind/Death Act präsentieren. Nach der Vorgängerscheibe hätte ich von Thomas, Eg, Mikael, Jeppe und Birk zwar eine andere Marschrichtung vermutet, somit erfüllen Urkraft eigentlich nicht meine Erwartungen, allerdings genügen die Schweden voll und ganz meinen Anforderung und The inhuman aberration ist ein deliziöser Geheimtipp für alle, denen Carnal Forge auf Dauer zu schnell und The Haunted mittlerweile zu langweilig geworden sind. Die Schweden zeigen auf, dass man auch ohne Matte mit geilen Songs wie z.B. “Too strong for the strongest lord” oder “Liberation” im Mercenary- beziehungsweise gemäßigteren Darkane-Stile, die Zuhörerschaft begeistern kann. Klasse Scheibe, 9 Sterne.

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