Es scheint doch nicht alles eitel Sonnenschein im Sunshine State Florida zu sein, denn ansonsten würden die Jungs der Hard / Hatecore Band Until The End nicht derart wütend zu Werke gehen, wie sie es auf ihrem nunmehr dritten Release „The Blind Leading The Lost“ tun.
„The Blind Leading The Lost“ ist ein verdammt anstrengendes Album, denn durch die intensive Schnittmenge aus treibender Hochgeschwindigkeit, wofür die Gitarristen John Wylie (All Hell Breaks Loose) und Sir Richard Walbert die Verantwortung tragen, knochenmahlenden Groove-Parts und dem wütenden Gebelle von James McHugh, der erst zu diesem Album eingestiegen ist und auch noch bei Kiss the Barrel singt, treiben den Angstschweiß aus jeder Pore, anders als bei vielen Bands dieses Genres brüllt James seine Wut und Aggression heraus und kreischt nicht in den höchsten Tönen.
Offen werden in den Texten die Missstände in Amerika angesprochen, egal ob es der Irak Krieg oder Bush’s Politik im Allgemeinen ist, als Anspieltipp kann ich da nur den längsten Song der Platte : „Nothing Matters, No One Cares, So #&@! Off“ und „My Own American Dream“ geben. Für Fans anspruchsvoller Musik bleibt zu sagen, dass Until The End nicht gerade ein Musterbeispiel für Virtuosität oder Melodien sind. Knallhartes Riffing und Rhythmik geben den Ton an. Wer auf NYHC der Marke Sick Of It All oder Madball abfährt oder sich zu den Fans der Metalcore Bewegung zählt sollte sich „The Blind Leading The Lost“ mal zu Gemüte führen, denn Schaden wird es bestimmt nicht.
Als einen der wenigen Kritikpunkte des Albums muss man natürlich die ein wenig bescheidene Spielzeit von 25:24 Minuten bei 10 Songs nennen, wenn’s ein bisschen mehr gewesen wäre …….dann……
Aber so bleiben nur 7,5 Punkte übrig!