Gut fünf Jahre lang lässt die Bremer Metal Formation Unrest ihre Fans inzwischen auf den „Bloody Voodoo Night“ Nachfolger warten, aber das Warten hat jetzt glücklicherweise ein Ende, denn mit „Back to the Roots“ gibt’s endlich neues True Metal Futter von den Herren auf die Ohren.
Man ist sich im Hause Unrest dieser langen Auszeit anscheinend wohl bewusst, weswegen man seitens der Promotion dieses Album auch als das neue Comeback Album der Band bezeichnet. Nun fallen aus Erfahrung Comeback Alben nicht immer unbedingt sonderlich glücklich aus, aber Unrest bilden da zum Glück die berühmte Ausnahme von der Regel. Was sollten sie auch in nur fünf Jahren großartig verlernt haben? Immerhin rocken sich die Herren schon seit Ende der 80er durch die metallischen Lande und anno 2006 kann man mit Sänger Sönke Lau, Gitarrist Claus Wiechert und Schlagzeuger Guido Hettwer auf ein solides Grundgerüst bauen, das sich durch die Neuzugänge Marco Liedtke (Gitarre) und Andre Neuhaus (Bass) angemessen ergänzt wird. Zusammen hat man insgesamt zehn feine Songs eingezimmert, die den traditionellen Metal richtig amtlich zelebrieren. Songs wie „Go To Hell“ „Bang Your Head“, „We Will Rock“, Breaking the Chains” und Co hämmern sich sofort in den Schädel ein und verbreiten augenblicklich gute Laune und Partystimmung. Was „Back to the Roots“ in meinen Augen besonders glänzen lässt ist, dass man zwar einerseits ganz deutlich auf traditionelle Trademarks im Songwriting setzt, aber nie in irgendwelche schmierigen Klischees abrutscht – ein Spagat der nicht wirklich allen Bands dieses Genres so gut gelingt wie im vorliegenden Falle den Bremern.
Fazit: Fans wird es ohnehin freuen, dass es endlich neues Unrest - Material bekommen und diese bekommen mit „Back to the Roots“ genau die Mucke, die sie bei dieser Combo auch erwarten. Aber auch wer bisher noch keine Songs von den Unrest Jungs auf die Ohren geblasen bekommen hat, das metallische Gaspedal aber gerne mal bis ins Bodenblech durchdrückt sollte hier mal eine Testfahrt riskieren. 9½ Fischbrötchen!