Mit Unchain geht wieder einmal eine weitere Band ins Rennen, um die Schweiz als Hard Rock Nation Nummer 1 zu etablieren, denn genau das ist es, was sich die Band, die bis vor kurzem noch unter dem Namen Mines firmierte, macht: puren Hard Rock.
Und genau von diesem Hard Rock scheint das Quintett eine ganze Menge zu verstehen, denn was die vier Herren mit der Dame am Bass hier in insgesamt 9 Songs eingestielt hat darf man durchaus als gelungen bezeichnen. Vom Songwriting her haben die Schweizer definitiv das Händchen für eingängige Melodien und präsentieren diese auch mit dem gehörigen Druck, was sich sowohl auf Instrumentierung bezieht, als auch auf den Sound, für den sich Achim Köhler verantwortlich zeichnet, der sich ja bereits reichlich Sporen u.a. bei den Produktion von Primal Fear und sinner verdienen konnte. Mit diesem Sound im Kreuz machen Unchain definitiv eine gute Figur, egal ob bei flotteren Nummern wie „Can Stay in Hell“, „Sabrina“, „Dark City“, etc. oder auch bei bluesig angehauchten Balladen der Marke „Yesterday“. Über die gesamte Albumlänge bewegt man sich auf gleichbleibend ansprechendem Niveau, d.h. in meinen Augen gibt es keinen Ausreißer nach unten zu verzeichnen.
Fazit: Hard Rock hat in der Schweiz bekanntlich große Tradition und Unchain werden mit ihrem selbstbetitelten Debüt (unter diesem Namen) dieser Rock Historie sicherlich noch ihr eigenes Kapitel hinzufügen. Hard Rocker sollten hier definitiv mal reinhören… 9 Punkte!